Plattenkritik

J.B.O. - I Don’t Like Metal - I Love It!

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Release Date: 14.08.2009
Datum Review: 07.10.2009

J.B.O. - I Don’t Like Metal - I Love It!

 

„Tja, das mit dem "Blast" ist ein trauriges Thema, denn der Name "James Blast Orchester" wurde uns leider durch die Anwälte von James Lasts Plattenfirma Polydor untersagt. Wir dürfen uns seit dem Frühjahr 1996 also nur noch mit der Abkürzung "J.B.O." benennen“

Aus Spaß wurde Ernst, und Ernst kann jetzt laufen! Hahaha!! So oder ähnlich sind J.B.O. bisher oftmals verstanden worden. Aber: Nach Durchhören ihre achten Albums zum 20-jährigen Bestehens der Band muss bescheinigt werden, dass sich die vier Erlanger mächtig ins Zeug gelegt haben. „I Don’t Like Metal - I Love It!” besteht überwiegend aus in deutsche Texte gepresste Klassiker aller Musiksparten, garniert mit Metalhülle. Aber auch einige gut arrangierte Eigenkompositionen befinden sich unter dem Humorbaum. „Hitler Hatte Keinen Sex“ ist eine Kriegserklärung gegen rechts, aber mit charmanten Texten versehen (wusstest ihr, „dass der Biss eines einzigen Nazis für eine Hornisse tödlich sein kann?“) und fast progressiven, metalcorelastigen Tönen. Auch „Das Eine“ überrascht als lässige, an THIN LIZZY erinnernde Rocknummer. Bei den J.B.O. typischen durch den Klamaukwolf gedrehten Coverversionen ziehen sich immer wieder die Mundwinkel nach oben und auffällig ist die spielerische Versiertheit, mit dem die Rosa Fetischisten (warum eigentlich ausgerechnet diese Farbe? „Gerüchte, die besagen, dass Holmers damaliges rosa Schlagzeug bei der Farbgebung eine Rolle gespielt hat, können weder bestätigt, noch dementiert werden ;-)") vorgehen. „Das Eine“ (für denjenigen, der wissen möchte, was Frauen wirklich, also so unbedingt ganz ganz ganz dolle wolle) und auch „Angie“, eine Homage an unsere Bundeskanzlerin, die vor allem (neben den Texten) durch eine toffe Gesangsleistung besticht. Da dann auch noch in „Der Böse Gott“ geknüppelt wird, bis dann die stimmlich wiederbelebte Mutter des Monty Python Brian das Treiben unterbricht, ist auf jeder Metalparty J.B.O. die Tür zu öffnen und der Weg in den Player zu ebnen.

Tracklist:
01. I Don't Like Metal (Dreadlock Holiday/10CC)
02. M.E.T.A.L. (D.I.S.C.O./Ottawan)
03. Angie - Quit Living On Dreams (Jeanny/Falco)
04. Hitler hatte keinen Sex
05. Das Eine
06. Geh mer halt zu Slayer (Vamos A La Playa/Righeira)
07. J.B.-Boy und J.B.-Girl
08. Dio in Rio (Pogo in Togo/United Balls)
09. Der böse Gott
10. Der Ossi sucht das Glück (Herr Rossi sucht das Glück-Titelmelodie)
11. Wessi-Girl (Jessies Girl/Rick Springfield)
12. Glenn Leipzig: Mudder (Mother/Danzig)
13. Lieber Fieber (Fever/Peggy Lee)
14. Es muss ein Rock (durch Deutschland gehen)

Alte Kommentare

von Matthias Geschmaxpolizei 07.10.2009 16:32

Wer J.B.O lustig findet klaut auch bei KiK

von Enno 07.10.2009 18:56

Igitt.

von steigi 07.10.2009 20:02

Mit 10 fand ich die cool!

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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