Plattenkritik

Jeniferever - Silesia

Redaktions-Rating

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Release Date: 11.03.2011
Datum Review: 08.03.2011

Jeniferever - Silesia

 

Nach „Choose A Bright Morning“ und „Spring Tides“ melden sich JENIFEREVER mit ihrem dritten Album zurück. Dieses trägt den Namen „Silesia“ und dieser ist nicht willkürlich gewählt, sondern mit einem Hintergrund, der einem einen Schauer über den Rücken jagt. „Silesia“ ist der ehemalige Name des heutigen Berliner Ostbahnhofs. Dies ist ein Ort mit dem Sänger Kristofer ein einschneidendes Erlebnis verbindet, hat er doch hier vom Tod seines Vaters erfahren. Doch nicht nur der Name ihres neuen Albums ist von diesem Ereignis geprägt, denn auch die Musik spiegelt dieses unweigerlich wider.

Hier bestimmen Melancholie, Einsamkeit und eine Menge Emotionen jeden einzelnen Song und treiben den Hörer dazu sich in dieser Atmosphäre in seinen eigenen Gedanken und Emotionen zu verlieren. Den Schweden gelingt es mit ihrem atmosphärischen Post-Rock, mit ausschweifenden Keyboardklängen, eingängigen Gitarrenriffs und der äußerst gefühlvollen Stimme Kristofers, Menschen zu berühren. Ständig schwangt mich zwischen tiefer Melancholie und emotionaler Beschwingtheit. Wo der Titeltrack „Silesia“ einen in den dreckigen Sumpf der eigenen Gefühle zwingt, holt einen „The Beat Of Our Own Blood“ mit beschwingt poppigen Klängen wieder ein Stück weit heraus und gibt Zeit zum Luft schnappen. So scheint „Silesia“ wie eine Achterbahn der Gefühle die einem bis zum Ende mitreißt und dann allein und um eine Erfahrung reicher zurück lässt.

JENIFEREVER schließen mit diesem Werk nahtlos an ihre Vorgänger an und überzeugen mit unglaublich viel Gefühl und Liebe zum Detail. Jedoch verlieren sie sich in diesem auch zu gerne mal und treiben ihre Songs bis ans Äußerste. So erklärt sich auch die durchschnittliche Länge der Tracks von fünf Minuten. Hier hätte man vielleicht ein wenig direkter und weniger verspielt sein können, doch dies nur als kleine Kritik am Rande. „Silesia“ ist als Gesamtwerk wirklich gelungen und wird garantiert bei vielen Anklang finden.



Tracklist:
01. Silesia
02. Waifs And Strays
03. The Beat Of Our Own Blood
04. A Drink To Remember
05. Deception Pass
06. Cathedral Peak
07. Where The Hills Fall Toward The Ocean
08. Dover
09. Hearths

Alte Kommentare

von Jay 08.03.2011 16:14

7 Punkte? Das bekommt doch hier jede 0815 Metalcore / Hardcore Band hinterher geworfen ... Glatte 9. Mindestens!

von jap 08.03.2011 16:16

9 wären angebracht

von Rob[ert] 08.03.2011 17:09

mindestens 9/10 wären angebracht. für mich persönlich schon jetzt ein anwärter auf die platte des jahres!

von Mastei 08.03.2011 17:30

Schön, dass das Album erst am Freitag rauskommt und es jeder schon wieder gehört und hat und seine Meinung dazu abgeben kann!

von Randy 08.03.2011 17:42

Hab's zwar noch nicht gehört, aber ich denke, die 7 Punkte sind stark untertrieben, vor allem bei DEM Review.

von Raphael 08.03.2011 17:45

schwanke noch zwischen 7 und 8. die band ist schon ziemlich gut und eine der einzigen aktuelleren u. neuern postrock bands. an "spring tides" kommt die platte aber nicht ran.

von rob[ert] 08.03.2011 18:13

habe die platte geschckt bekommen. also keine sorge. alles save. ich finde silesia trägt mehr "hoffnung" in sich als spring tides. einfach nicht mehr so düster...einfach ein anderes "genial" finde ich. aber geschmäcker sind verschieden. fakt: ich persönlich finde die platte ganz groß.

von Mastei 08.03.2011 18:29

@Robert Alles klar, aber mir kommt sowas immer suspekt vor =)

von Rob[ert] 08.03.2011 19:38

ist ja auch richtig so :)

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Wencke

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