Plattenkritik

Job For A Cowboy - Sun Eater

Redaktions-Rating

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Release Date: 07.11.2014
Datum Review: 25.11.2014

Job For A Cowboy - Sun Eater

 

Vielleicht ist „Sun Eater“ das JOB FOR A COWBOY-Album mit dem unansehnlichsten Cover. Doch der dargebotene Death Metal tröstet nicht nur über diese Geschmacklosigkeit hinweg, nein er präsentiert auch eine Band auf dem Zenit ihres Schaffens.

Ein Blick auf die diskografischen Zeugnisse von JOB FOR A COWBOY offenbart auf jeden Fall eines: Konsequenz. Der Weg des einstigen Myspace-Hypes, den „Doom“ mit sich brachte, bis hin zum letzten Output „Demonocracy“ war sicherlich nicht immer ganz nachvollziehbar, aber konsequent in seiner Durchführung. Mit ihrem vierten Album „Sun Eater“ entfernen sich JOB FOR A COWBOY erneut von ihrer musikalischen Vergangenheit, servieren aber einen Death Metal, der bisher auf keinem ihrer veröffentlichten Werke so reif und fokussiert klang.
Als einzig verbliebenes Gründungsmitglied hat Sänger Jonny Davy seit der Erschaffung von JOB FOR A COWBOY seine Mannschaft schon mehr als einmal neu sortieren müssen. Sein letzter Verlust war wieder einmal am Schlagzeug zu verbuchen und erwartet bis heute noch einen Nachfolger. Dennoch hinderte dieser Rückschlag das aktuell zum Quartett geschrumpfte Metalextrem keineswegs daran, ein neues Album einzuspielen. Mit dem namenhaften und spielstarken Danny Walker (Intronaut,Murder Construct, Exhumed) begab man sich erneut mit Produzent Jason Suecof ins Studio um das vierte Studioalbum einzuspielen. Bereits beim ersten Höreindruck wird klar, das „Sun Eater“ alles andere als ein Schnellschuss ist. Beginnend mit dem atmosphärisch startenden „Eating The Visions Of God“ präsentieren sich JOB FOR A COWBOY sortiert und ungemein fokussiert. Ihre progressiven Strukturen wirken stets nachvollziehbar und niemals irreführend. Die Songs punkten zwar nicht durch Schnelle und Brutalität, wie das in der Vergangenheit oft der Fall war, sondern ballen eine fesselnde Energie, die sich aus enormen technischen Können und großartiger Variabilität zusammensetzt. Dabei lässt jede einzelne Komponente der anderen genug Raum zur Entfaltung, ohne das ganze Gesamte zu überlagern. Ganz gleich, ob man nun das Ausnahmedrumming von Danny Walker betrachtet, sich auf den warmen Sound des Fretless-Bass konzentriert oder dem melodienreichen Gitarrenspiel seine Aufmerksamkeit widmet, JOB FOR A COWBOY überzeugen einfach mit einer ausgeprägten Spielfreude, die regelmäßig an die Größen des technischen Death Metals erinnert. Als hätten die Amis ihren Tourbus mit den Meisterwerken von ATHEIST, CYNIC oder DEATH beschallt und das aufgesogene und ins Hirn gebrannte in ihrem Songwriting kompensiert. Und dennoch klingt „Sun Eater“ auch dank der unvergleichlichen und typischen Gesangsperformance von Jonny Davy immer noch nach JOB FOR A COWBOY. Denn anders als vergleichbare Weggefährten, wie beispielsweise THE FACELESS, wirken die Songs nicht nachempfunden oder trendorientiert.
Dieses Album lebt von seiner Vielfalt und unterhält Liebhaber des technischen, progressiven Death Metal auf allerhöchstem Niveau.

Trackliste:
1. Eating the Visions of God
2. Sun of Nihility
3. The Stone Cross
4. The Synthetic Sea
5. A Global Shift
6. The Celestial Antidote
7. Encircled by Mirrors
8. Buried Monuments
9. Worming Nightfall

Alte Kommentare

von rEdRat2k6 26.11.2014 17:56

Unansehnliches cover??? Geiles cover sag ich mal. nicht der typische goat & gore quatsch. Bin durch das geile cover auf die scheibe aufmerksam geworden und hab mal ein ohr riskiert. songs wissen auch zu überzeugen.

von peter 27.12.2014 16:22

ultra hässliches cover! dachte an world of warcraft

von Job for an artist 21.01.2015 09:32

... nee, das Cover ist definitiv nicht gut. Gern hätte ich mir dieses, eines der besten Alben des Jahres, zusätzlich zur CD noch als Vinyl geholt - aber mit dem Cover?! Schade. Und wieso goat & gore? Den goat finde ich mittlerweile ein schönes Trademark (Corporate Identity) von JFAC... aber gab's schonmal gore auf einem ihrer Cover? Alle bisherigen Cover fand ich stimmig und gut umgesetzt - dieses ist stümperhaft und entspricht nicht im Geringsten der dargebotenen Qualität und Musikalität des Albums.

von Fred less scheißt klug 21.01.2015 09:43

Nick spielt auf dem Album keinen bundlosen Bass! Okay, manchmal klingt es danach aber das tat es auch schon bei Spiral Architects "a sceptic's universe". Trotz Bundstäbchen!

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Mulder

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