Plattenkritik

Judas Priest - Screaming For Vengeance 30th Anniversary Special Edition

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Info

Release Date: 31.08.2012
Datum Review: 09.10.2012

Judas Priest - Screaming For Vengeance 30th Anniversary Special Edition

 

Wenn drastisch gestiegene Spritpreise es heutzutage noch nicht einmal mehr erlauben, den guten alten DeLorean aus der Garage zu holen, um damit mal kurz in die Vergangenheit zu reisen, kann es schon von Vorteil sein, wenn man aktuell von einer wahren ReReleaseflut überhäuft wird. Mit „Screaming For Vengeance“ geht es gleich gute dreißig Jahre zurück in die Vergangenheit des Metal. Das achte Album von JUDAS PRIEST wurde anlässlich seines 30ten Geburtstags neu aufgelegt und mit allerlei Bonusmaterial aufgehübscht.
Richtig gelesen!
Dreißig Jahre hat dieses Stück metallischer Zeitgeschichte schon auf den Buckel. Und während sich eure Väter immer noch darüber streiten, welche JUDAS PRIEST Platte nun den Durchbruch für die Band bedeute oder wann die Band endgültig ihren Undergroundstatus an den Teufel verkaufte, bleibt einem nichts anderes übrig als sich von „Screaming For Vengeance“ mal achtzigermäßig in den Arsch treten zu lassen.
Warum auch nicht.
Schließlich sind auf dem Album mit Songs wie „The Hellion“, „Electric Eye“ oder „You've Got Another Thing Coming“ eindeutige Hymnen vertreten, mit dem man locker seine Party befeuern kann, ohne auch nur einen Funken seiner Coolness einzubüßen. Nicht umsonst wurde das spektakulärste Skatevideo, dass sich derzeitig im Netz tummelt, mit Musik von eben dieser Band untermalt.
JUDAS PRIEST haben bzw. hatten es einfach drauf!
Der Punkt ist, wofür heutzutage HSB oder AILD, oder wie sie auch alle heißen mögen, zuständig sind, waren es früher Bands wie SAXON, IRON MAIDEN oder eben JUDAS PRIEST, die lautstark dafür sorgten, dass eure Eltern noch heute mit einem Tinnitus ihren Schlaf finden müssen.
Klar ist der Sound des Ganzen keineswegs vergleichbar mit den Veröffentlichungen der Neuzeit, aber dennoch steht die Platte in einem druckvollen und klaren Klangbild, welches die Energie der Songs deutlich rüber bringt.

Mit den zusätzlichen Boni, wie eine Live-DVD mit einem kompletten Auftritt vom San Bernadino Festival aus dem Jahre 1983 oder die Bonus Livetracks, bekommen nicht nur Fans der Band eine gelungene Wiederveröffentlichung, sondern auch die Kids, die Bock auf wenig musikalische Geschichte haben und bereit sind, über ihren eigenen verstaubten Tellerrand hinweg zu schauen.

Trackliste:
CD:
1. The Hellion
2. Electric Eye
3. Riding On The Wind
4. Bloodstone
5. (Take These) Chains
6. Pain And Pleasure
7. Screaming For Vengeance
8. You've Got Another Thing Coming
9. Fever
10. Devil's Child

Bonus Tracks:
11. Electric Eye (live)
12. Riding On The Wind (live)
13. You've Got Another Thing Coming (Live)
14. Screaming For Vengeance (live)
15. Devil's Child (live)
16. Prisoner Of Your Eyes

DVD:
1. Electric Eye
2. Riding On The Wind
3. Heading Out To The Highway
4. Metal Gods
5. Breaking The Law
6. Diamonds And Rust
7. Victim Of Changes
8. Living After Midnight
9. The Green Manalishi (With The Two-pronged Crown)
10. Screaming For Vengeance
11. You've Got Another Thing Coming
12. Hell Bent For Leather

Alte Kommentare

von Absoluter Genre Meilenstein 10.10.2012 09:34

....und rifftechnisch Blaupause für 99% des ganzen Metal und Deathcore Gefiedels. Hörste dir 1 Maiden und 1 Priest Album aus den 80er an, kennste alle Metalcoreriffs seit 2001 bis heute

von Clement 10.10.2012 09:53

im grunde reicht "You've Got Another Thing Coming" für das statement

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