Plattenkritik

Junges Glueck - Raus aus Flüsterleben

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Release Date: 13.04.2007
Datum Review: 13.04.2007

Junges Glueck - Raus aus Flüsterleben

 

Entwarnung: Wir müssen uns keine Sorgen machen, um den deutschen Indie-Rock Nachwuchs. Der erscheint nämlich trotz Abgängen der alten Helden BLUMFELD und massiven Attacken von furchtbar auf „Alternative“ getrimmten, deutschen Mädchen-Pop-Bands mit Ringelpullis und Wuschelhaaren, immer massiver, und vor allem immer schöner, auf der Bildfläche.

Mit „Raus aus Flüsterleben“ veröffentlichen die 3 Hamburger, die zusammen JUNGES GLUECK bilden, ihr zweites, offizielles Album. Diesmal auf dem etwas größeren Strange Ways Records Label, womit so illustre Gestalten wie SPORT und GOETHES ERBEN zu den Labelmates zählen. Und es hat gut getan. Durch die doch sehr gute, cleane Produktion kommen gefühlvolles Gitarrengeschrammel und die melancholischen Texte über Liebe und die so viel gerühmten Probleme des Erwachsenwerdens wunderbar zur Geltung. Einordnen lässt sich das alles irgendwo in die Wirren der inflationär gebrauchten, ominösen Hamburger Schule oder einfach als folkigen Indie-Pop bezeichnen.

So hat man hier mit „Flüsterleben“ ein astreinen Popsong über den Wunsch auszubrechen abgeliefert, inklusive Klavier, Mundharmonika-Solo und allem was dazugehört. Und doch fügt sich auch das nahtlos in die rockigeren Stücke ein, alles zusammengehalten von Niclas Bresleins cleveren Texten.

Clever ebenfalls das druckvolle „kaputtgetanzt“, mit treibendem Drumbeat, Gänsehaut-Breaks und einem Gesang, in dem die Enttäuschung, der Vorwurf, aus allen Poren trieft.
Nein, glücklich ist das Powertrio aus dem Norden höchstwahrscheinlich nicht, die Hörer des JUNGEN GLUECKS dafür umso mehr.


1. Fluss
2. Flüsterleben
3. Technicolor
4. Einfach nicht bewegt
5. Lockrufe
6. Landebahn
7. kaputtgetanzt
8. wie Flutlicht
9. Am allerletzten Tag
10. Herzkommando
11. Treppenhaus
12. Verschlungen

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Dennis

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