Plattenkritik

Junius - Junius

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Release Date: 08.02.2008
Datum Review: 18.01.2008

Junius - Junius

 

Der texanische Forscher Pulickel Ajayan entwickelte kürzlich mit Hilfe von Kohlenstoff-Nanoröhren das schwärzeste Schwarz aller Zeiten. Eine Erfindung, welche im Reich der musikalischen Ergüsse mit Sicherheit für nicht sonderlich viel Aufregung gesorgt haben wird. Musik ist schließlich keine Wissenschaft, sondern in erster Linie vertontes Gefühl und in letzter Konsequenz eher die Antithese zu spröder Empirie.

JUNIUS, eine ebenso junge wie umwerfende Band aus der Kreativitätshochburg Boston malt ihre mäandernden Klanggemälde jedoch ebenso gern bevorzugt in dunklen Klangfarben, welche sporadisch Licht auf das vorwiegend in düsteren Tönen gehaltene Tuch scheinen lassen. Irgendwo zwischen den flirrenden, sich stetig aufbauenden Gitarren wie man sie u.a. von DREDG kennt und Dave Gahan´schem New Wave-Pathos liefern die kunst-affinen Musiker ein absolut mitreißendes Album ab, welches auf noch größere Veröffentlichungen in naher Zukunft hoffen lässt. Bei der selbstbetitelten Platte handelt es sich nämlich "nur" um eine Zusammenstellung der beiden EP´s "Forcing Out the Silence" (2004) sowie "Blood is Bright" (2005), welche um den Song 'Lost in Basilica' erweitert wurden. Zugute kommt JUNIUS vor allem, dass sie trotz augenscheinlicher Kunstbeflissenheit nicht zu "artsy" sondern schön druckvoll und songorientiert zur Tat schreiten.

Von seiner Ästhetik und Produktion erinnert "Junius" ein ums andere Mal an "Leitmotif", jenes fast verloren gegangene Debüt anfangs genannter DREDG. Die besondere "britische" Note vor allem in den Gesangsharmonien lässt die elf Stücke dennoch sehr eigenständig wirken. Auf das im Frühjahr erscheinende richtige Debüt der Band "The Martyrdom of a Catastrophist" dürfen Freunde des musikalischen Kopfkinos mit Spannung warten.


Tracklist:

01: [Elan Vital]
02: Hiding Knives
03: From The Isle of the Blessed
04: [Elan Fatale]
05: Forcing Out the Silence
06: [The Annunciation]
07: Blood is Bright
08: A Word Could Kill Her
09: In the Hearts of Titans
10: At the Age of Decay
11: Lost in Basilica [Bonus Track]

Alte Kommentare

von blake schwarzenbach 19.01.2008 16:05

na, da liest wohl jemand SpOn. hahaha, einfach mal alles an infos verbraten, was da ist! gut :)

von René / allschools 19.01.2008 20:57

Haha, erwischt...Shit, Du bist gut. Und ich dachte ich könnte mich mit meinem naturwissenschaftlichen Halbwissen hier durchmogeln:-)

von Mogli 01.02.2008 21:56

Sehr geiles Ding, Bin gespannt auf die erste richtige LP. schön düster ausufernder Prog.

von Mogli 20.02.2008 21:52

Kennt hier vielleicht noch jemand die Moving Mountains mit Ihrem Debüt Pneuma? Wär wirklich ein review wert. Das Album ist viel zu gut um in der Versenkung zu verschwinden. Definitiv das Highlight 2007 in Sachen Postrock, Prog...etc und immerhin in Eigenregie veröffentlicht.

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René

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