Plattenkritik

Jupiter Jones - ...leise (DVD + CD)

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 01.01.2008
Datum Review: 07.08.2008

Jupiter Jones - ...leise (DVD + CD)

 

Wir schreiben den 17.11.2007 in der Stadt Cochem – Genauer: Kapuzinerkloster Cochem. Vier Junge Menschen aus dem näheren Umkreis nehmen hier heute ihre erste DVD auf – das besondere – Unplugged, intim, leise und mit vielen Freunden.

Im Vorfeld lief der Vorverkauf für dieses Konzert wunderbar. Es wurden schöne Postkarten als Eintrittskarten verschickt auf denen ein Code zu finden war, womit man sich diese DVD portofrei bestellen konnte. Hübsche Idee und Karten wurden sogar nach Berlin verschickt. Kaum zu glauben aber wahr. Viel zu schnell war die Sause ausverkauft und für diejenigen die keine Karten hatten, gibt es nun folgendes Set mit einer Audio CD und einer DVD auf der noch ein Making-of und eine Bildergallerie mit über 100 Bildern enthalten ist. Beginnen wir mit der Bildergallerie. 100 Bilder vom Konzert, Aufbau und Drum-Herum.
Ich persönlich hätte mir da mehrere und vor allem interessantere Bilder erhofft. Beispielsweise die Location, die Helfer, die After-Show Party usw.
Unterlegt mit Musik vom Konzert, bietet diese Gallerie also nichts neues und erscheint irgendwie ein wenig dürftig.

Das Making-of ist zwar mit Interview und dem üblichen Blick hinter die Kulissen sehr informativ und spiegelt die Sympathie von JJ wider – weißt aber keine wirklichen Schmankerl auf, außer die Musik im Hintergrund. Die ist nämlich ganz alt JJ und vor allem unveröffentlicht. Das Konzert an sich ist – klar – schön. Schade ist nur, dass die Kameraführung unglaublich verwackelt wirkt. Und da ist auch schon der springende Punkt, der das große Makel an „..leise.“ darstellt.
Es scheint als solle dies eine Technik sein wie sie in Musikvideos etc. angewendet wird um etwas modischer zu wirken. Wenn dies der Fall sein soll – schade. Es ist missglückt und die zweite Variante die diesen Blair-Witch-Look erklären könnte, wäre mir da schon lieber weil sie viel sympathischer wäre.
Nämlich dass die Kameramänner einfach keine Kamera halten konnten.
Schade ist das allemal, ändert aber nichts an der Musik.

Die ist nämlich schön wie eh und je und es ist kein Geheimnis, dass JJ sich schon öfters im Unplugged-Kostüm versuchten.
Schon bei Intro bekommt man damals wie heute eine Gänsehaut und „Unter uns Darwinfinken“ funktioniert „leise“ genauso gut wie auch laut.
Die Ansagen von Sänger Nicholas zeigen wie aufgeregt diese Band im Vorfeld auf das Konzert war und wie sehr, nach jedem Lied die Anspannung von den Jungs abfällt. Das erste Highlight wäre „Kopf hoch und Arsch in den Sattel“ Gastmusiker Bapo unterstützt wie immer tatkräftig mit seiner Mundharmonika und hunderte Kehlen schreien den Schlachtruf der Leben rettet.
Während „Wenn alle es verstehen“ und dem wunderschönen „oh hätt ich dich verloren“ könnte man heulen so rührend wird hier mit den Gefühlen des Publikums gespielt und bei „Hank wäre stolz auf uns“ könnte man sich schlapp lachen wenn man den Herren zuschaut und die Verausgabung, das Herzblut und die Anstrengung in den Gesichtern sieht.
Am Schluss gibt es die Hymne „Weitergehen“ die extra für diesen Auftritt noch mal überarbeitet wurde und auf CD, wie auch laut, wie auch leise Gänsehaut verursacht.

Wäre die DVD mit ein paar netten Extras mehr ausgestattet und die Kameraführung einfach etwas professioneller, könnte man hier von einer wunderbar runden Sache reden.
So ist „...leise.“ eine schöne Erinnerung an einen tollen Abend, die auch auf dem heimischen TV-Gerät eine Gänsehaut verursachen könnte.

Autor

Bild Autor

Raphael

Autoren Bio

.

Suche

Social Media