Plattenkritik

Kate Nash - My Best Friend Is You

Redaktions-Rating

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Release Date: 23.04.2010
Datum Review: 18.04.2010

Kate Nash - My Best Friend Is You

 

Na, sie benutzt das Wörtchen doch selbst: „Kiss That Grrrl“, so heißt der zweite Song auf ihrem zweiten Album „My Best Friend Is You“. KATE NASH, jenes Mädel, das sich mit „Foundations“ in unsere Herzen spielte und fortan viel zu lange stumm blieb. Endlich aber kommt sie zurück und hat im Gepräck ein wundervolles Pop-Album, welches, wenn man diverser Presse glauben darf, zu der neuen Generation der Riot Grrrls gehört.

Sehr gut möglich, denn KATE NASH nimmt kein Blatt vor den Mund, bleibt weiblich und ist schlicht: Süß! Das fängt schon bei diesem penetranten Akzent an. Mehr davon, bitte! Auch wenn gleich im ersten Song ein typisches Frauenthema behandelt wird und im nachfolgenden, erwähntem „Kiss That Grrrl“, der 60-Jähre-Gedächtnis-Knüppel ausgepackt wird, verzückt die Platte durch eben jene Elemente, die so typisch sind. Dabei entpuppt sich gerade die Instrumentierung als absoluter Glücksgriff und NASH zeigt , dass sie sich mit diesem Album auseinandergesetzt hat. Tiefgang gibt es schon beim dritten und absolut großartigen „Don’t You Want To share The Guilt“, welches zeigt, dass die NASH auch beeindruckend gute Texte schreibt. Das darauf folgende „I Just Love You More“ ist dabei ein kleiner Schritt in Richtung Thurston Moore und absolut ausgeflippt, was einem solchen Pop-Album natürlich sehr gut tut. Wer sonst spielt sonst mit einem solchen Track, auf einem Album, das sonst nur Hits bietet? Ach, apropos nur Hits: KATE NASH geht keinesfalls auf Nummer sicher, ganz im Gegenteil: Der „Mansion Song“ beweist, wie ungeschminkt ein Popstar vorgehen kann um glaubwürdig zu sein. Ansonsten: Schöne Perlen, die stets mit genügend Substanz auskommen und keinesfalls zum Dummchen-Pop gehören. KATE NASH ist definitiv eine tolle Künstlerin, die ihr Ding so durchzieht, wie jeder Gefallen dran finden kann. Sehr schön.

01. Paris
02. Kiss That Grrrl
03. Don’t You Want To Share The Guilt
04. I Just Love You More
05. Do-Wah-Doo
06. Take Me To A Higher Plane
07. I’ve Got A Secret
08. Mansion Song
09. Early Christmas Present
10. Later On
11. Pickpocket
12. You Were So Far Away
13. I Hate Seagulls

Alte Kommentare

von jsr 18.04.2010 23:55

Bin gespannt! Das erste Album war imo eins der besten Pop-Alben der letzten Jahre. Die Single find ich schwach.

von naadi 19.04.2010 08:36

bin auch gespannt!

von stingingrain 24.04.2010 13:28

single find ich super! mega ohrwurm. und bin gespannt ob ich am rest auch gefallen finde

von molch 24.04.2010 15:51

ganzes album sehr nett, bis auf eins/zwei durchhänger, schöne platte.

von iamian 14.05.2010 18:01

sehr gutes album! find ich fast noch besser als made of bricks. allerdings gibt es keinen übersong wie "foundations". dafür ist das ganze album super aufgeteilt. vor allem ab der zweiten hälfte wirds interessant. für mich fast so gut wie regina spektor und 8 punkte geb ich auch.

von hated 15.05.2010 04:29

Seh's genau andersrum. Bin enttäuscht vom Album. Hätte mir echt nicht gedacht dass sich die Gute SO verändert! "Made of Bricks" lebte imo von seiner Leichtigkeit, dem Humor, dem eigenartigen Sprechgesang und überhaupt: dem Charme von Kate! Das alles ist aufm neuen Album überhaupt nicht mehr vorhanden. Sie probiert viel, aber größtenteils wirkt's einfach nur aufgesetzt und oberflächlich. Bestes Beispiel: "I just love you more". Außerdem singt die Kleine zu sehr. Vom charmanten Sprechgesang und dem netten British-Slang ist leider nich mehr viel übrig geblieben. Sicher: bunter, vielschichtiger und irgendwie auch musikalischer ist das Album allemal. Aber nach dem grandiosen ersten dennoch eine herbe Enttäuschung!

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Raphael

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