Plattenkritik

Kill Karma - S/T

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Release Date: 10.07.2008
Datum Review: 21.09.2008

Kill Karma - S/T

 

Schwer verdauliche Musik scheint die Spezialität von dem Label DADDYKATE zu sein. Bereits die Lauterer DIORAMIC veröffentlichen dort ihre Musik und diese gelten nicht gerade als leicht – dafür aber als innovativ und abwechslungsreich. Baut man sich daraus nun irgendwie eine Eselsbrücke, so weiß man zumindest schon mal dass KILL KARMA, bestehend aus zwei Brasilianern, zwei Spaniern und einem Deutschen, nicht gerade 3.30 Minuten Songs für die Chartspitze schreiben.

Der Gesang ist auf Spanisch gehalten, das Bass laut aufgedreht und die Gitarren verträumt, laut und melancholisch anmutend. „Idols“ könnte an Bands wie INTERPOL erinnern, „Ex-Finge“ lässt einen Ticken der MANIC STREET PREACHERS heraus springen und überhaupt hört man große Namen. Das Highlight ist definitiv „El estigma“. Eine Mischung aus THE CURE und JOY DIVION. Vielleicht ohne die Schwermütigkeit von letzteren aber trotzdem unglaublich gut arrangiert. Der Bass lässt den Hörer so gar nicht mehr los und der wunderbar verzweifelt klingende Gesang tut dabei sein übriges. Hammer Song. Überhaupt wissen Songs wie „El Miedo“ oder „imbecil“ seine Hörer zu fesseln indem sie gekonnt die Stärken alter Helden kombinieren ohne großartig zu klauen oder als Kopie durchzugehen. Wäre da nur nicht das Problem mit der Eingängigkeit. Denn KILL KARMA braucht definitiv seine Zeit um entdeckt zu werden.

Tracklist:

1. idolos
2. ex-finge
3. el estigma
4. arde
5. el miedo
6. imbecil
7. quema
8. mi hogar

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Raphael

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