Plattenkritik

Killer Be Killed - Killer Be Killed

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Release Date: 09.05.2014
Datum Review: 12.05.2014

Killer Be Killed - Killer Be Killed

 

Große Namen hin oder her. Sogenannte „Supergroups“ funktionieren auch nur dann, wenn sich die einzelnen Protagonisten auf eine musikalische Mitte einigen können und dabei ihre eigenen Egotrips vor der Studiotür parken. Bei KILLER BE KILLED hat die Zusammenarbeit anscheinend gut funktioniert, wenn auch das Endergebnis eine gewisse Nachhaltigkeit vermissen lässt.

Zunächst die harten Fakten: Bei KILLER BE KILLED handelt es sich um das neue Projekt von Tausendsassa Greg Puciato (THE DILLINGER ESCAPE PLAN), der zusammen mit niemand geringeren als Max Cavalera (SOULFLY, CAVALERA CONSPIRACY) die gemeinsame Liebe für metallische Klänge auslebt. Was erst im vergangenen Jahr anhand einiger Demosessions erste Formen annahm, fand durch das Hinzustoßen von Bassist und Sänger Troy Sanders (MASTODON) und dem Schlagzeuger Dave Elitch (ex-THE MARS VOLTA) seine musikalische Vollendung.
Und die klingt auf dem gleichnamigen Debüt ganz ordentlich. Dabei stellt man direkt zu Beginn fest, dass die Rollenverteilung recht offen und demokratisch gestaltet wurde. Das Songwriting der einzelnen Songs wirkt, als hätte jeder - bis auf Drummer Elitch, der jedoch einen exzellenten Job abliefert - das „Go“ zu freien, kreativen Entfaltung gehabt. So findet am Gesang ein ständiger Wechsel statt, der sich über die vielfältigen Songs legt. Musikalisch lassen sich KILLER BE KILLED auch überhaupt nicht in eine Ecke drängen. Da wird eifrig gethrasht, gemosht und größtenteils einfach nur hart gerockt, ohne dabei großspurig in die Vollen zu gehen. Das funktioniert besonders gut auf dem Opener „Wings Of Feather And Wax“ und dem finalen, atmosphärischen Schleicher „Forbidden Fire“. Die Mitte des Albums strotzt zwar vor lauter Ideen und guten Momenten, welche aber im Gesamtkontext wenig Wirkung erzielen. Man merkt den Songs einfach an, dass ihnen nur ein kurzer Reifeprozess zur Verfügung stand und sie eher aus spontanen Eingebungen entstanden sind.
Auch wenn dieses Debüt zeitweise zu unterhalten weiß, hätte es dem Album jedoch gut getan, wenn man sich im Vorfeld doch etwas mehr auf eine gemeinsame Linie geeinigt hätte. Sicherlich beweist jeder Einzelne der Herren, dass er auf seinem Gebiet über ein unerschöpfliches Potenzial verfügt, welches in der jeweiligen Hauptband aber immer noch am besten aufgehoben ist.

Trackliste:
1. Wings of Feather And Wax
2. Face Down
3. Melting Of My Marrow
4. Snakes of Jehova
5. Curb Crusher
6. Save The Robots
7. Fire To Your Flag
8. I.E.D.
9. Dust Into Darkness
10. Twelve Labors
11. Forbidden Fire

Alte Kommentare

von ... 13.05.2014 11:36

gestern das erste mal gehört. sehr gutes album! aber warum ist bei der vinyl-version kein download-code, oder eine cd mit dabei? noch so kleine band (bzw. label) hat so etwas, aber bei nuclear blast schaut man wieder in die röhre. genau wie bei der neuen machine head single/mini-ep

von Clement 13.05.2014 13:24

@...: ich habe das mal an NB weitergeleitet

von Tobe 15.05.2014 21:09

ich find die scheibe ziemlich langweilig, erst recht angesichts der bandmitglieder. andererseits würde die scheibe ohne namedropping untergehn.

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