Plattenkritik

Knuckledust - Promises Comfort Fools

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 12.11.2007
Datum Review: 29.10.2007

Knuckledust - Promises Comfort Fools

 

Mit der Musik KNUCKLEDUSTS verhält es sich ja ein wenig so wie mit älteren Filmen unseres Lieblingscharakterdarstellers und Gouvernators aus der Steiermark, Arnold Schwarzenegger. Eigentlich müsste man "Phantom-Kommando", "Conan", "Raw Deal" und wie sie alle heißen aufgrund des völlig verzerrten, anachronistischen und vor Testosteron nur so triefenden Männerbildes abgrundtief verabscheuen. Tja, und am Ende des Tages findet man sie dann doch wieder – nun ja – unterhaltsam.

Ähnlich wie Arnie wissen auch KNUCKLEDUST aus London auf ihrer mittlerweile dritten Platte für GSR um den Einsatz der von ihnen erwarteten Ingredienzien. Hier hagelt es wieder mal Mosh-Parts und schnelle Passagen am laufenden Band. Etwas aufgesetzt hingegen wirken die Hip Hop-Teile, die wohl ausschließlich der Glorifizierung ihrer Crew (LBU) dienen sollen. Und auch die Gangshouts könnten mitunter etwas weniger Hundezwinger-Flair vertragen. Songs wie der Titeltrack, 'Dreaming' oder 'Against All Odds' sind auch keinesfalls richtig schlecht, genannte Merkmale verhageln einem jedoch ein ums andere Mal das Hörvergnügen. Ich bin weiß Gott kein Gegner toughen, straßenbeeinflussten Hardcores (siehe King Of Clubz), diese Footballmannschaft agiert jedoch stellenweise etwas zahnlos und (wenn man in diesem Genre überhaupt davon sprechen kann) uninspiriert.

Zusammenfassend lässt sich sagen: KNUCKLEDUST liefern einmal mehr den Soundtrack für das Balzverhalten gewaltbereiter Großstädter. Es liegt jedoch an Dir, ob Du diese Platte noch einmal auflegen möchtest, zumal es eine Menge Bands in diesem Genre gibt, die wesentlich mitreissender aufspielen. Ich schaue mir derweil die x-te Wiederholung von "Kindergarten Cop" an…

Tracklist:

01: Staying Power
02: Slash And Ignite
03. Frontline Soldier
04: Turntable
05: Promises Comfort Fools
06: Dreaming
07: Untold Story
08: Lost Sight
09: Money Talks, Murderers Walk
10: Against All Odds
11: Twisted State
12: Social Disease



Alte Kommentare

von Michael | Allschools (sysadmin) 29.10.2007 09:20

Ha ha ha ... cooles Review, gefällt mir!

von Pete / taketherisk.net 29.10.2007 13:56

Klingt, als würden die schlimmsten Fälle der "Super-Nanny" zusammen Musik machen. Als Genre-Parodie würde ich dafür sogar 10/10 geben...

von Luke // Allschools 29.10.2007 16:29

Ich muss sagen, dass ich diese Band live sowie auf Platte so unglaublich beschissen finde, das ist kaum in Worte zu fassen. Wer sie auf dem Pressure gesehen hat, kann's evtl. nachvollziehen. Unglaublich schlechte Bühnenpräsenz und vom Anspruch her natürlich sowieso unter 0, aber dann noch so schlecht gespielt...das hat dem Ganzen die Krone aufgesetzt. Noch schlechter fand ich persönlich nur Bun Dem Out, bei denen Knuckledusts Frontwasauchimmer auch dabei war...

von MUnkvayne 29.10.2007 19:35

warn das nich die mit diesem megaschlechten rap intro?

von Luke // Allschools 29.10.2007 20:22

Das sind doch Six Ft. Ditch oder? Die son Hip-Hop Intro haben...Das sind so dicke Engländer mit weißen Jogginganzügen!

von MUnkvayne 29.10.2007 20:36

ja die auch! aber da lief doch so einiges an 2pac usw. ;) naja was solls. weiß nur das die WoD bei den jungs hier spaßig war! :D

von Martin 30.10.2007 10:16

Platte und Band so überflüssig wie ein lutscher der nach scheisse schmeckt. Wohl nur mit einem IQ von höchstens 80 genießbar dieser stumpfsinn...deswegen daumen hoch für das review

von MartinsMutter 31.10.2007 00:04

dein leben ist auch überflüssig mein sohn

von Pete / taketherisk.net 31.10.2007 10:07

@ Martins Mutter: Geil, gleich mal das Niveau der Platte in 7 Worte gefasst. Respekt!

von FKK 31.10.2007 10:41

es scheint doch Mütter da draußen zu geben, die auf den Punkt kommen und nicht viel reden, ohne was zu sagen

von Martin 31.10.2007 14:00

Naja wengstens wird die Mutter zu den "auserwählten" gehören, deren IQ nicht zu hoch ist um dieser "musik" etwas abgewinnen zu können...aber ok stumpf is halt trumpf in diesem land

von Scythe 31.10.2007 15:22

Das würde ich so nicht sagen, Martin. Leider ist die Stumpfheit aber in "der Hardcore-Szene" sehr oft anzutreffen, wenn auch seltener bei Bands als vielmehr beim Publikum. Da höre ich doch mal, ganz getreu der Realität, "Traurig aber wahr" von Too Strong.

von AP 31.10.2007 16:08

Martin verbindet also den Genuss dieser "stumpfen" Musik zwangsläufig mit einem niedrigen IQ. Sehr interessant. Von jemanden, der solcherlei fundierte Hypothesen aufstellt, kann man sicherlich erwarten, dass er sie empirisch belegt und nachweißt. Ansonsten...belanglos, wie fast jeder Comment bezüglich dieser Platte. Während der Rezensent versucht, dass Beste aus seiner gemäßigten Antipathie zu machen und ein einigermaßen annehmbares Review abliefert, können ein paar Anti-Toughguy-Hardcore-Fundis anscheinend nicht mit einem solch "stumpfen" Bollwerk umgehen. Schade, dass man es dann nicht einfach links liegen lassen kann, statt immer wieder belanglose und destruktive Kommentare abzugeben. Peace AP

von René / allschools 31.10.2007 16:43

@AP: Also erstmal besten Dank für Deinen konstruktiven Beitrag. Wie Du schon völlig korrekt interpretiert hast, ging es (und geht es) mir nicht darum "toughen" Hardcore schlecht zu machen. Das wäre nämlich auch verdammt heuchlerisch, da ich sonst eine Menge Platten meiner Sammlung verbrennen müsste (wir fangen dann mal bei Judge oder so an...). Ich hab halt versucht die Sache ein wenig humoristisch anzugehen. Und fünf Punkte sind ja eindeutig mehr als einer. Wie im Review angedeutet gibt es halt Bands, die diesen "stumpfen" Sound gut und andere die ihn weniger gut rüberbringen. Habe mir auch schon gedacht, dass eine solche Diskussion entstehen würde. Solange sie sich in einem gewissen Rahmen abspielt ist dagegen ja auch absolut nichts einzuwenden...

von love dictator 29.01.2010 09:36

ey: wer bei dem album nicht die lust verspürt seinem nachbarn die kauleiste ausm gesicht zu treten, hat kein herz und keine eier.

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