Plattenkritik

Koeter - Caribbean Nights

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Release Date: 23.01.2015
Datum Review: 19.03.2015

Koeter - Caribbean Nights

 

Wer an karribische Nächte denkt, der verbindet diese nicht unbedingt mit deutschem Studentenpunk. Doch KOETER versuchen sich trotzdem daran, die perfekte Hintergrundmusik, für die " Caribbean Nights", zu schaffen.

Die 12"Split mit LOVE A ist noch nicht einmal richtig abgekühlt, da gibt es schon die nächste Veröffentlichung aus dem Hause KOETER. Und diese soll nun tatsächlich das erste, richtige Album der Band sein. Nach einer 10" und der besagten Split, stellen KOETER nun (endlich) auch über die volle Distanz ihr Können unter Beweis.
Während LOVE A sich noch ein paar Tage Zeit lassen und erst im Mai mit neuem Album aufwarten, konnte es KOETER nicht schnell genug gehen. Die Jungs scheinen kreativ wie nie zu sein, denn trotz des geringen Abstands zwischen Split und Album, sind weit und breit keine Lückenfüller zu finden.
Raue Indiegitarren wechseln sich mit klassischem Punk ab. Schnelle Passagen werden durch Ruhigere, von einem auf den anderen Moment unterbrochen. Und dazu wird schlecht gelaunt über die Gitarre gerotzt.
Insgesamt klingt das Album weniger nach einer karribischen, heißen Nacht am Meer, sondern nach einem verregneten Herbsttag, an dem einem der kalte Wind, das nasse Laub um die Ohren bläst. Rau, ungemütlich und schlecht gelaunt. Und das im vollkommen positiven Sinn.

Während ich persönlich auf der ersten KOETER Veröffentlichung (10") noch nicht mit der Stimme von Michi warm geworden bin, fällt es mir hier gar nicht mehr schwer, auf Betriebstemperatur zu kommen. Ob es an der besseren Produktion, dem satteren Klang oder einfach daran liegt, dass ich dazugelernt habe - es wird wohl eine Mischung daraus sein. " Caribbean Nights" ist ein grandioses Deutsch-Punk Album, welches jeder Fan von TURBOSTAAT, PASCOW oder LOVE A in seiner Plattensammlung stehen haben sollte.

Trackliste:
1. Klima der Angst
2. Die warmen Worte
3. Vergiss den Quatsch
4. Mono
5. Symptome
6. Stockholm
7. Ein Fail für zwei
8. Phantomstress
9. Kein Land in Sicht
10. Sinnlock

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Janik

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Janik E. // 21 // love music. hate fascism.

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