Plattenkritik

Kongh - Sole Creation

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Release Date: 19.02.2013
Datum Review: 08.03.2013

Kongh - Sole Creation

 

Zäh und unaufhaltsam walzen KONGH sich auf ihrem dritten Album ins Ohr des Zuhörers. „Sole Creation“ umfasst nur vier einzelne Songs, die aber jeweils eine Spielzeit von rund 10 Minuten aufweisen. Das darauf zu findende Sludge-Doom-Gebräu ist zwar nicht weltbewegend neu, unterhält aber Dank einiger verspielter Einschübe über den Großteil der Zeit. Dabei stehen KONGH ELECTRIC WIZARD stilistisch näher als ISIS. Hinter einer Gitarrenwand versteckt bereitet man über Minuten kleine Melodien vor, um diesen dann für ein paar Momente Freigang zu geben. Bis es soweit ist kann es ab und an vorkommen, dass sich das Duo zu sehr in repetitivem Riffing verliert („Tamed Brute“). Stärkster, da abwechslungsreichster Song der Platte (Ist es denn nun bei vier Songs von einem Album oder einer EP die Rede?), ist eindeutig das abschließende „Skymning“. KONGH schaffen es darauf den Hörer perfekt mit ins Zwielicht (Deutsch für Skymning) zu nehmen. Behutsam aufgebaut, entfaltet sich bald ein Lied, das keinerlei Anstalten macht das Tempo auch nur ein bisschen zu steigern und dadurch eine dunkle und faszinierende Atmosphäre aufbaut.
„Sole Creation“ ist ein Album, das wenig falsch macht, jedoch auch zu wenige Momente beinhaltet, die über einen längeren Zeitraum im Gedächtnis bleiben wollen. Ein bisschen mehr Griffigkeit und Abwechslung hätte dem Werk auf lange Sicht gut getan, so ist es am Ende nur ein ordentliches Genrealbum.


Tracklist:
01. Sole Creation
02. Tamed Brute
03. The Portals
04. Skymning

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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