Plattenkritik

Kraaker - Musikk Fra Vettenes Dom

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 31.05.2010
Datum Review: 05.10.2010

Kraaker - Musikk Fra Vettenes Dom

 

KRAAKER kommen aus Norwegen und spielen Black Metal. Diese Tatsache sollte eigentlich jeden Black-Metal-Fan aufhorchen lassen und seine Neugier wecken, doch nicht zu voreilig. Das Duo um KRAAKER, ja es handelt sich tatsächlich nur um zwei Typen, hat mit Größen dieses Genres nämlich nicht sehr viel gemein. Wo soll ich nur mit der Kritik anfangen?

Zunächst wäre da mal der Sound, welcher sehr merkwürdig erscheint und einen recht blechernen Beigeschmack hat. Das ganze klingt so, als hätte man es zu Hause in Eigenregie aufgenommen. Zudem kommt die Tatsache, dass die Band nur aus zwei Mitgliedern besteht. Wie wir alle wissen, kann das schon mal nicht funktionieren. Das haben sich auch KRAAKER gedacht und für die Aufnahme des Albums einen Drummer hinzugezogen. Leider geht dessen Arbeit jedoch komplett unter und kommt kaum zur Geltung. Dadurch verliert das gesamte Album irgendwie an Druck und Power. Der nächste Punkt wäre der Gesang von Gregorius Grim Knockelkatt. Dieses krächzende Geschrei wirkt durchweg gelangweilt und eintönig, da es einfach keinerlei Variationen gibt. Dies ist genau das Problem an dem „Musikk Fra Vettenes Dom“ krankt. Das gesamte Album wirkt sehr uninspiriert und nicht gut durchdacht. Zudem hört sich jeder Song ähnlich an und hat keinerlei Wiedererkennungswert. Den Tracks fehlt es einfach an Eingängigkeit und einer mitreißenden Melodie. Wobei wir nun bei einem Pluspunkt angekommen wären, denn der zweite Teil des Duos, Namens Skrangelfant, zeigt durchaus das er sein Instrument beherrscht und kann durch einige gute Riffs die Qualen für den Hörer etwas lindern. Doch wird dadurch das Album auch nicht besser.
Klar ist „Musikk Fra Vettenes Dom“ das Erstlingswerk der Norweger und bietet so noch Platz für Steigerungen, doch für diese sollten die Jungs noch einige Stunden in ihrem Proberaum verbringen.
Außerdem sollte man sich für den nächsten Output ein paar mehr Titel einfallen lassen, denn sieben Tracks sind für ein Album sehr dürftig. Wobei ich bei diesem Werk über die geringe Länge doch etwas erfreut war.


Tracklist:
01. I Sommerens Sol Er De Brendt
02. Fra Absinthen Farer
03. Frysende Snute
04. Sirkus Av Hex
05. Aerlighet & Rettferd
06. Geitespill
07. Sotet Sorg

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Wencke

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