Plattenkritik

Kraków - diin

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Release Date: 28.09.2012
Datum Review: 11.01.2013

 

Wer glaubt, dass in Bergen nur Black Metal entsteht, der irrt. Mit KRAKOW hat die norwegische Stadt auch eine exzellente Post-Metal-Band zu bieten. „diin“ ist ihr zweites Album der Truppe. Am ehesten erinnern KRAKOW an eine mit Gesang versehene Version der Deutschen OMEGA MASSIF.
Es werden Riffwände aufgetürmt, die schließlich mit einem eruptiven Entladungen von langer Hand geplant wieder umgerissen werden. Die Norweger gehen dabei jedoch wesentlich unkonventioneller an die Sache heran und verweigern dem Hörer zu Beginn jeglichen Zugang zur Musik. Zwar gibt es hier und da („Future Past“) mal eine gefällige Melodie, im Großen und Ganzen verlangt es die Musik jedoch sich intensiv mit ihr auseinanderzusetzen. Zwar gewinnen die Songs dadurch nicht an Eingängigkeit, erschließen sich aber nach mehrmaligem Hören.
Trotz dieses Mankos gelingt es KRAKOW auf voller Länge zu überzeugen – Es will am Anfang oft nur nichts hängen bleiben. Durch eine sehr raue Produktion gelingt es ähnlich wie bei den Isländern von SOLSTAFIR ein mystisches Soundgewand zu weben, welches den Zuhörer umgarnt.
Am Ende bleibt ein gutes, aber forderndes Album. Durch die Verwurzelung im Metal und die Unzugänglichkeit des Songwritings wird die Band zwar manch einem Visions-Leser nicht gleich zusagen, wer sich auf KRAKOWs Musik einlässt, bekommt ein Werk, das frischer wirkt als manch ein anderes, das in den letzten Jahren unter dem Banner „Post-Metal“ veröffentlicht wurde.

Tracklist:

1. Hymn to the Winds
2. Future Past
3. Termination of Origin
4. Mound
5. Mark of Cain
6. Possessed
7. Into the Distant Sky
8. Omen
9. Sense of Space

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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