Plattenkritik

LAB - Where Heaven Begins

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Release Date: 01.01.1970

LAB - Where Heaven Begins

 

Wo der Himmel endet weiß ich leider nicht, aber ob er beim Lab Album anfängt will ich vorerst in Frage stellen. Das erste himmlische Symptom erscheint mir jedoch früh in Form der zuckersüßen und leicht fragilen Frauenstimme, die über poplastigem Düsterrock und wohlklingenden Arrangements thront. Mit „Love Like Hell“ ist der erste Hit ausfindig gemacht, der in mir ein Gefühl auslöst, dass ich zum letzten Mal hatte, als HIM den Titelsong zu 13th Floor beisteuerten. Ein Gefühl irgendwo zwischen Pathos für den man sich eigentlich schämen sollte und dem Gefühl einem gehöre die Welt. Oder auch: Das Gefühl, dass Kate Winslett haben musste als Leo sie auf Bord der Titanic im Frontbug über die Rehling hob. Ich schweife ab. „Insane with Love“ gibt mir arge Rätsel auf und ich frage mich seit drei Tagen woher das Riffing abgeändert geklaut wurde. Waren es Muse? Alles in allem eine atmosphärische Platte, die sich zwischen experimentellen und sperrigem Melanchorock, der sich im rechten Moment öffnet, und Popapeal abspielt. Ich möchte nicht die Wörter Metal oder Gothik benutzen, weil das zu einfach wäre und der Band sicher Unrecht tun würde. Überraschenderweise nette Platte.

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Werner

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