Plattenkritik

LSD ON CIA - LSD on CIA

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Release Date: 10.01.2014
Datum Review: 02.01.2014

LSD ON CIA - LSD on CIA

 

Keine Angst: LSD ON CIA wollen nur spielen. Die Indie-Peitschen und Keyboardtornados ihres Debütalbums klingen jedoch nicht nach absehbarem Kindergeburtstag, wie man ihn mit Keksen und Cola für die Nerven jedes Wochenende aufs neue überstehen könnte.

Das Trio aus Kopenhagen tanzt vielleicht nicht auf allen Hochzeiten, aber sicherlich auf zahlreicheren, als es hier schwarz auf weiss zu belegen ist. Hi-Speed-Funk und waviger Schrammelpop etwa bringen "Guns Blazing" zum zittern - mit jedem Takt spitzt Frontmann Mikkel Ponyher seine Telecaster mehr an, um aus den Riffs und seiner Band verteufelt angriffslustiges Gerät zu schmieden. Dazu gibt es vertrackte, hyperaktive Drums und Offensiven wie "G.A.G." bei dem die Band etwa FRANZ FERDINAND in der Koffeinhölle begrüßt. Die drei Dänen wurden während der Produktion zu "LSD on CIA" offenbar diverse Male von Starkstrom oder Hummelschwärmen heimgesucht, die jeweils im richtigen Moment daran erinnern, dass nur die Mitte der Tanzfläche zählt - keinesfalls der Rand. LSD ON CIA also wühlen sich durch Punk, Disco und Garage während den vierzehn Songs kaum eine Verschnaufpause gestattet wird.
"Dumpster Diving" stolpert über Kopfstimmen und Drumfill-Schleudern, bis "Acid Mom" zur Hilfe eilt. Hier klingelt gen Albummitte alles, was nicht angebunden ist: Breakbeat, verstörte Vocals, Anarchogitarren. Trotz aller Chaosmomente wirkt "LSD on CIA" selten zwanghaft aus den Angeln gehoben. "Now You Know" versprüht beruhigende Melodiebögen, "60" geht als dramatische Bluesballade durch. Vorbei an fragwürdigen Betitelungen wie "Anal Sunshine" (der fuzzigen Single) oder "Young, Dumb And Full Of Cum" (dem 30-Sekunden-Hardcorepunkfinaljoke) scheint "LSD on CIA" also halb so gefährlich wie unberechenbar. LSD ON CIA sind jung, hungrig und zu allem bereit. Auf ihrem Debüt haben sie eben jene Eigenschaften perfekt vertont.

Trackliste:

01. Guns Blazing
02. Now You Know
03. G.A.G.
04. Dive Into The Dark
05. Dumpster Diving
06. Acid Mom
07. The Supermarket Is Not Super
08. 60
09. I Love Me
10. Anal Sunshine
11. Part Of The Monster
12. The Compressor
13. Broken Line
14. Young, Dumb And Full Of Cum

Alte Kommentare

von fail 03.01.2014 10:56

hipster-scheiß un nich von jule reviewed? alles steht kopf D:

von rod 03.01.2014 21:58

Boaaaa, wo habt ihr die entdeckt? Gerade reingehört und das ist crazyshit! erinnert an Janes Addiction... cool

von bäh 04.01.2014 21:50

nich genug breakdowns

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Moppi

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Alt, langweilig, tierlieb.

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