Plattenkritik

Landmine Marathon - Gallows

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Release Date: 30.01.2012
Datum Review: 14.01.2012

Landmine Marathon - Gallows

 

Endlich ist es wieder soweit. Eine Dame und vier Herren laden zur erneuten Hetzjagd über ihren mit Minen gespickten Acker. Die Rede ist von den Amerikanern LANDMINE MARATHON, die mit „Gallows“ ihren vierten Hassbatzen unter die Meute feuern.

Handwerklich macht „Gallows“ dort weiter, wo „Sovereign Descent“ aufgehört hat. Einziger Unterschied ist der neue Herr hinter dem Hexenkessel, der sich einen sauberen Einstand erprügelt. Ansonsten bekommt man den für die Formation bekannten und gefürchteten Klumpen aus DEATH METAL, GRIND- und CRUST CORE entgegen gehauen.
Egal, ob punkiger GRIND, wie beim Opener „Three Snake Leaves“, Blut spuckender CRUST, mit dem man den Track „Knife From My Sleeve“ eröffnet oder die tonnenschweren Walzen, die in „Beaten And Left Behind“ über alles hinweg rollen, die Band um Frontkeifferin Grace Perry versteht es einfach perfekt, in der Tradition der Altkapellen wie NAPALM DEATH oder BOLT THROWER ihren Hass zu inszenieren. Ohne Druckverlust agieren sie auf ihren acht Tracks unermüdlich konsequent und lassen selten Zeit zum Durchatmen. Auch die Produktion steht dem Ganzen gut zu Gesicht und wirkt kraftvoll und authentisch.

Somit gehören LANDMINE MARATHON auch weiterhin nicht zu den Bands, die sich an Trends zu orientieren. Ihre Musik ist der gebündelte Hass. Er spuckt dir ins Gesicht, kläfft dich wie ein räudiger Straßenköter an und jagt dich durch die Straßen. Es ist der passende Soundtrack für die miefenden Kellerräume der Bunker und nicht für die Bühnen der großen Extrem-Feste. Nicht besonders schön, aber dafür verdammt gut.

Tracklist
01. Three Snake Leaves
02. Cutting Flesh And Bone
03. Knife From My Sleeve
04. Liver And Lungs
05. Dead Horses
06. Cloaked In Red
07. Beaten And Left Blind
08. Morbidity

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Mulder

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