Plattenkritik

Last Days Of April - Angel Youth

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Release Date: 01.01.1970

Last Days Of April - Angel Youth

 

Nun ist es endlich da, das dritte Full Length Album von Last Days Of April! Ich war noch nie wirklich ein Fan dieser Band zugegeben, und das letzte Album Rainmaker hab ich auch nicht in besonders guter Erinnerung, aber das hier überrascht mich nun wirklich ein wenig.
Schöne Melodien, und so abgrundet und perfekt harmonierend - ruhig und ausgeglichen - wie ein kleiner Wasserfall der vor sich hin plätschert! Rainmaker war mehr in Richtung Colledgerock, das hier ist meiner Meinung nach mehr Indie als Emo! Wie auch immer man es nennen mag, mir fällt keine Band ein mit der ich den Sound jetzt vergleichen könnte. Einfach nur schön; schön melancholisch!!!
Artwork kommt im schlicht - schönen Digipack, ohne Texte! Man versteht aber eh alles, und das es um Gefühle und persönliche Dinge geht ist ja schon fast Pflicht! Von dieser Seite her eben nix besonderes, aber dennoch!!!
Alles in allem, die etwas andere Auswahl an Instrumenten und die Ausgeglichenheit dieses Albums faszinieren mich. Normalerweise würd ich das in der Schublade Todesemo ablegen und behaupten es wär scheiße, aber die CD gefällt mir ohne Ende!!!

Also, ich bin ehrlich gesagt schon am überlegen ob ich Deep Elm Platten nicht von vornherein einfach kurz absegne ohne überhaupt reinzuhören... John schafft es trotz seinem schon mehr als beeindruckenden Roaster immer noch erstklassige Bands aufzutreiben. Wie könnten Last Days Of April da eine Ausnahme machen?
Wenn nicht das Label schon die Richtung vorgeben würde, könnte man sich bei dem Bandnamen schon denken wo’s lang geht. Es wird natürlich Indie / Emo vom feinsten geboten. Die Jungs kommen aus dem schönen Schweden (Stockholm um genau zu sein), ein Land das uns u.a. schon so hochkarätige Acts wie Refused und Starmarket beschert hat. Und zu letzteren ist hier doch eine gewisse Verwandtschaft auszumachen. Der einfühlsame Gesang von LDOA’s Karl Larsson gefällt mir aber beinahe noch besser als der seines Landsmannes. Nebenbei spielt der Knabe dann noch Gitarre, Mandolin, Synthesizer, Rhodes (?) und Orgel! Die Platte ist durchgehend ruhig und gefühlvoll. Manchmal werden kleine Spielereien wie ein Streicher-Quartett oder irgendwelche Synthie-Effekte eingestreut, was eine sehr atmosphärische Stimmung erzeugt. Hits gibt’s en masse. Beim ersten Durchgang am beeindruckendsten war für mich jedoch „Two hands and ten fingers“ (hier sind die Streicher am Werk). Ein schlichtweg unglaublicher Song. Kurzum geniale Scheibe!

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Simone

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