Plattenkritik

Legend - The Pale Horse

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Release Date: 17.05.2011
Datum Review: 20.05.2011

Legend - The Pale Horse

 

Es gibt bekanntlich viele Gründe, eine Band zu gründen. Mädchen beeindrucken, Bock auf Reisen, zeit mit Kumpels oder Extravagantes, so wie die Auslebung der eigenen Kreativität. LEGEND aus Detroit haben für alle Aspekte etwas übrig, nur das mit der Kreativität und der Entfaltung nimmt man ihnen auf dem Nachfolger zu „Valediction“ nicht so richtig ab.

Namensfindung und Coverartwork mal dahingestellt, was als „Diagnosis: Doom“ versprochen wird, stampft zwar munter und brutal durch den Gehörgang, aber wie auch im weiteren Verlauf von „The Pale Horse“ sind abwechslungsreiche und vor allem eigenständige Riffs, Breaks oder wenigstens das Drumherum Fehlanzeige. „Shut Down“ blättert sich wie eine aufgeweichte Metalbibel aus dem Kaugummiautomaten, „Obey“ oder „Numbers“ plätschern dahin, als würde die Tagesschau-Melodie von EMMURE stammen. Gähn. Gepaart mit den flachen Textausbrüchen und dem monotonen Organ von Sängerknabe Chad Ruhlig lässt „The Pale Horse“ zwar gelegentlich aufhorchen, findet aber keine runde und schlüssige Belebung. Die Band aus Michigan mag Skateboards, Vorreiter ihres Genres und schwarze Shirts, aber das mit dem eigenen Metalband-Alltag sollte angefochten werden. Zu wenig Leidenschaft, zu viel gewollte Muskelkraft und aneckende Lyrics, zu denen sich peinliche Szeneposer vor dem Spiegel auf den Brustkorb prügeln können, bis Mama zum Abendbrot ruft. Liebes Rise Records Team, auch wenn hier mal keiner jault oder der geschminkte Schwiegersohn sein will, brauchen wir jetzt noch mehr Bollo-Blueprints? Ich verwette schon mal mein Monatsgehalt, dass spätestens beim dritten LEGEND-Release kein Hahn mehr kräht, sich im Pit kein Arm mehr dreht und vorn an der Bühne kein Schüler mit verschränkten Armen und Schirmmütze mehr steht. „I Will Change The World! Legend!“ Ach komm, Chad – erzähl das jemandem anders!

Trackliste:

01. Diagnosis: Doom
02. Circle Of Friends
03. Shut Down
04. Parasite
05. Obey
06. Shapeshifter
07. Numbers
08. Proven
09. Four Horsemen
10. Shadow Stalker
11. Faithful

Alte Kommentare

von Ray 20.05.2011 11:43

Der Vorgänger war ok,das hier ist nur noch langweilig und eintönig. Dieser Trend mit den extrem tiefgestimmten Gitarren geht mir auf den Sack.Immer dieses Nullseitengeschrubbe ...

von Clement 20.05.2011 11:56

der trend begann 1987 = NIHILIST!!!

von Olivier H. 20.05.2011 12:41

sogar noch früher: black sabbath 1970!

von Clement 20.05.2011 12:51

1969!!!

von Wecki 20.05.2011 13:55

Am Ende waren doch wieder die 68er Schuld!

von Daharka 20.05.2011 15:50

Der Vorgänger war wirklich ne nette Platte. Das ist aber wirklich unglaublich monotones geschrammel...

von ich 27.05.2011 20:29

ich finds geil ^^ aber nüchtern betrachtet sind es wohl wirklich nicht mehr als 4 Punkte.

von Daharka 28.05.2011 13:19

Vorallem haben For the Fallen Dreams aufm aktuellen Album mit Let Go gezeigt wie man nen guten Brecher Song macht ;)

von MichaelvF 14.08.2011 19:39

Mir gefällt's viel besser als der Vorgänger. Hat 'ne Menge Groove.

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Moppi

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Alt, langweilig, tierlieb.

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