Plattenkritik

Lemuria - The Distance Is So Big

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 18.06.2013
Datum Review: 09.09.2013

Lemuria - The Distance Is So Big

 

Wer Reviews schreibt, der bekommt nicht immer das, was täglich ein- und ausgeht in seinem Hörkanal. So geht’s mir mit den New Yorkern von LEMURIA und das ist auch in Ordnung.

Das, was ich auf dem neuesten Album „The Distance Is So Big“ zu hören bekomme, ist eine musikalische Mischung aus Indie, Rock, Pop, Grunge und … ach, so viel. LEMURIA klingen auf der einen Seite sanft, auf der anderen verschroben und chaotisch. Sie holen mich mit ihrem Sound ab, um mich dann eiskalt stehen zu lassen, bis es wieder zündet.

„The Distance Is So Big“ ist ein Album, dass ihr mit Freunden beim Grillen hören könnt, beim Autofahren, morgens auf dem Weg zum Bus, eigentlich überall. Nur, wenn ihr angepisst seid, dann ist „The Distance Is So Big“ vielleicht nicht das Richtige, um euch abzureagieren.

LEMURIA bieten mir als Eigentlich-Nicht-Indie-Hörerin wie schon gesagt eine gute Portion dessen, gepaart mit eingängigen Pop-Melodien und gedankenvollen Lyrics.
Wünschenswert wäre, trotz der vielen verschiedenen Stilrichtungen, etwas mehr Dynamik auf „The Distance Is So Big“. Sheena Ozzella und Alex Kerns wechseln sich am Mikrofon zwar hier und da ab, allerdings ist das in Hinsicht auf die Spiellänge eines ganzen Albums ein bisschen zu wenig, um wirklich hängen zu bleiben und zu „bocken“. Nach insgesamt 13 Songs habe ich keinen auditiven Höhepunkt erlebt, es bleibt dieser „Naja“-Nachgeschmack, wenn ein Album aus handwerklicher Sicht zwar nicht schlecht ist, aber eben nicht voll überzeugen kann.

Fazit: Freunde der ruhigeren Töne, Indie-Fans und Pop-Enthusiasten werden an „The Distance Is So Big“ ihre pure Freude haben und sollten unbedingt mal reinhören. LEMURIA werden im Indie-Sektor mit diesem Album definitiv neue Fans dazu gewinnen können und dazu kann man ja im Endeffekt nur gratulieren.

Tracklist:
1. Michael and Stephen Moon
2. Brilliant Dancer
3. Clay Baby
4. Scienceless
5. Paint the Youth
6. Dream Eater
7. Oahu, Hawaii
8. Chihuly
9. Bluffing Statistics
10. Public Opinion Bath
11. Congratulations Sex
12. Survivors' Guilt
13. Ruby

Alte Kommentare

von Wecki 10.09.2013 15:23

Irgendwie wirkt das review, as ob die Musik konsequent mit den eigenen Hörgewohnheiten vergleicht, was ich nich unbedingt zielführend finde. Ich schreibe ja in einer Buch review zu einem Liebes roman auch nicht, dass das Buch nicht das geeignete ist, falls man horrorliteratur steht. Schubladen sind doch völlig okay wenn man wie anfangs schon erwähnt solche Musik eigentlich nicht hört.

Autor

Bild Autor

Anna-Verena

Autoren Bio

Anna // 29 // Musik, Musik, Musik // Bücher, Sneakers, Videospiele, Fußball // FUCK HOMOPHOBIA.

Suche

Social Media