Plattenkritik

Lena Malmborg - Paris to Berlin

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Release Date: 29.10.2010
Datum Review: 08.10.2010

Lena Malmborg - Paris to Berlin

 

Lena Malmborg kommt aus Schweden und findet Berlin inspirierend. Besser gesagt fand. Und zwar so sehr, dass sie mit Kind und Mann einige Monate in der Bundeshauptstadt verbrachte. Verstehen muss das niemand. Weder was an Berlin inspirierender sein soll als an schwedischen Großstädten, noch das Endprodukt der Inspiration. Das klingt nämlich einfach nur nach fiesgemeiner 80´er Jahre Chartsmusik.

UNTIL YOU SAY GOODBYE hört sich geradezu nach Stay a little bit longer Barcardi ohne Breezer Nacht an. Vielleicht hätte Lena Geschichten zu erzählen. MESSENGER BLUES könnte so eine sein, doch sie kommt nicht durch. Zu langweilig und beliebig sowohl Stimme als auch Instrumentalisierung, Rhythmusgebendes bringt keinen Schwung und klöppelt nur desinteressiert vor sich hin. So plätschert die Musik des kompletten Albums dahin, manchmal pfeift es auch und man fühlt sich akkustisch in neonfarbene Ballonseide in einem Aufzug zwischen Föhnfrisuren... Ein Frauentrio singt im Hintergrund gospelchorartig und für die Nebelschwaden am Boden braucht man nicht mehr viel Phantasie. Muss nicht sein.... PARIS könnte Potential haben. Lena lädt andere Musiker dazu, aber auch hier kommt sie nicht vom Baccardi und der überzogenen Niedlichkeit los. Ebenso verhält es sich mit FROM NOW ON (NO2). Hier könnte sie ihrer Kollegin Britta Persson Konkurenz machen, schafft es aber nicht, deren schmollige leck- mich- am- Arsch- Haltung auch nur ansatzweise anzukratzen. Schade, dabei hat sie doch die oder andere gute Idee, welche sie aber nicht konsequent genug durchsetzt. Saxophone gehören dazu. Auch VÄRLDENS FINASTE GOSSE klingt in ungeübten Ohren durchaus „exotisch“. Doch nur die schwedische Sprache macht es nicht. Im Grunde genommen bleibt inhaltlich alles beim Alten. Berlin und Geklüngel mit anderen schwedischen Musikgrößen (Carl von Sugarplum Fairy singt bei IT´S TIME FOR A DECISION mit) helfen da auch nicht weiter...

Tracklist:
1.Don´t Be Scared
2.Until You Say Goodbye
3.Messenger Blues
4.What Happened To Me
5.Paris
6.Killer
7.I Don´t Believe In Love
8.Berlin
9.From Now On (No 2)
10.High 5
11.It´s Time For A Decision (With Carl Norén)
12.Världens Finaste Gosse

Autor

Bild Autor

Jule

Autoren Bio

wäre gern teil einer postfeministischen emopunkband/ verbalprimatin/ kuchenveganerin/ ich kann mir keine songtitel merken, selbst die meiner lieblingssongs vergesse ich.../ ich bin nicht betrunken, ich bin immer so/ fraujule.blogspot.de

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