Plattenkritik

Life of Agony  - Broken Valley

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 08.06.2005

Life of Agony - Broken Valley

 

“Willing to Start Again, Willing to give another try”. So lauten die ersten beiden Zeilen des neuen, ja neuen, LIFE OF AGONY Album. Sie konnten es also nun doch nicht lassen. Nach den 3 Wegweisenden Alben von 1993-1997 sind sie nicht wenig Teil davon, wie moderner Crossover klingt und warum er so klingt. 1989 gegründet, hat sich die Familienkonstellation zwischen Sänger Keith und Gitarrist Joey 1997 als nicht weiter Kompatibel erwiesen... Aufgrund unter anderem musikalischer Differenzen verlies Keith Caputo die Band. Doch hatte die Band mittlerweile eine ziemlich große Fangemeinde aufgebaut... diese verwaiste so.

Keith nutzte die kreative Freiheit und ging auf Solopfaden nicht unbedingt erfolglose Wege (dem ein oder anderen jüngeren Leser, dürften die Solosachen bald bekannter sein, als die LOA-Songs). Doch als die Resonanz auf das als einmalig geplante Konzert 2003 dermaßen groß war, konnte die Band nicht anders als noch mal zu Touren. Und nun halte ich die neue CD in den Scheiben und dass die CD das Licht der Welt erblickt, haben wohl schon viele zu hoffen aufgegeben. Zudem war da die Befürchtung, das das neue Album zu Mainstreamig klingt, nachdem sich Keith in der Musik-Schiene doch ganz wohl fühlte.

Doch ich kann beruhigen. BROKEN VALLEY ist eine Crossover-Scheibe. Ja, hier und da merkt man, dass die Bandmitglieder gereift sind, doch im Großen und Ganzen sind das LIFE OF AGONY, auch heute noch. Und selbst wenn Keith in einem Interview gesagt hat, dass BROKEN VALLEY nicht mit einer der älteren Scheiben zu vergleichen ist, muss ich ein wenig wiedersprechen. Das gleiche düstere Textgewand und Stimmung wie damals auch und es passt. Heutzutage findet man solche überzeugenden Platten seltener. Und dass sie ihre Instrumente so bedienen, wie sie es früher schon gemacht haben, macht LIFE OF AGONY heute zu einem kleinen Highlight. Zumal Crossover heute nicht mehr als ernstzunehmendes Rock-Genre gesehen wird. Gute Platte, die „altmodisch-neu“ klingt. Abzüge gibt es für das Outfit von Keith im Booklet!

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Christian

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