Plattenkritik

Limbonic Art - Phantasmagoria

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Release Date: 19.07.2010
Datum Review: 24.07.2010

Limbonic Art - Phantasmagoria

 

Einst standen Daemon und Morfeus mit LIMBONIC ART für Szene aufwühlenden Black Metal, der mit Bösartigkeit schwarze Seelen dadurch zur jauchzenden Verzweiflung brachte, dass der Hass durch abgefahrene Symphonie Elemente neben Sprechgesang und rückwärts gespielten Metal Happenweise zum Fraß vorgeworfen wurde. Die beiden und ihre ersten Werke genossen in der Szene Kult-Status. Nach der Auflösung 2003 kam relativ schnell wieder am 06.06.06 eine Reunion, das zweite Album danach ist nur noch im Alleingang von Daemon (eyZYKLON Sänger) eingetrümmert worden. Natürlich bleiben LIMBONIC ART auf „Phantasmagoria“ ihrem orchestralem Black Metal treu, doch die Herz erwärmende klirrende Kälte scheint bei der 1993 gegründeten Band ein für allemal verloren gegangen zu sein. Die überlangen Songs wechseln zwischen seelenloser Raserei und langsameren Abschnitten, denen es vor allem an der Reglerkunde krankt. Denn Daemon hat einen Sound geschaffen, der sofort nach den ersten Takten ein genüssliches Hören zunichte macht. Vielleicht soll es futuristisch sein, vielleicht hatte sein Drumcomputer einen Kurzen, das, was „Phantasmagoria“ durch die Boxen fließt ist undefinierbarer Matsch. Natürlich lebt der Black Metal auch von der rohen, Natur belassenen Produktion. Aber LIBONIC ART haben hier ein laues Lüftchen gezimmert, dass dem guten Morfeus als Rechtfertigung für seine Abwanderung mehr als dienlich ist. Daemon versuchte, die Lücke der Ideenlosigkeit durch wässrige Klänge zu füllen. Das ist ziemlich in die Hose gegangen und schreit nach dem Zuschlagen des LIMBONIC ART Kapitels.

Tracklist:
1. Prologue/Phantasmagoria
2. Crypt Of Bereavement
3. Curse Of The Necromancer
4. Portal To The Unknown
5. Dark Winds
6. A World In Pandemonium
7. Flight Of The Minds Eye
8. Apocalyptic Manefestation
9. Prophetic Dreams
10. The Burning Vortex
11. A Black Sphere Of Serenity
12. Astral Projection

Alte Kommentare

von Scythe 24.07.2010 22:32

Echt schade. Was soll's, Moon In The Scorpio wird dadurch nicht schlechter und immer eins der Top-Alben bleiben. Dabei fällt mir ein, dass ja Vinterland ein Reissue von Welcome My Last Chapter veröffentlicht haben. Wie wäre es mit einem Review?

von @Scythe 25.07.2010 11:36

Da gebe ich dir recht, die VINTERLAND könnte im Rahmen des Reissues (mit Bonustrack sogar) besprochen werden, zumaldas Teil kostenlos aus dem Blog gesaugt werden kann...

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Clement

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