Plattenkritik

Lindstrøm & Christabelle - Real Life Is No Cool

Redaktions-Rating

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Release Date: 12.02.2010
Datum Review: 08.02.2010

Lindstrøm & Christabelle - Real Life Is No Cool

 

Mit seinem „Where You Go I Go Too“ hatte der DJ Hans Peter Lindstrøm einen großen Überraschungserfolg verbucht. Zwischen technoiden Beats und smoother Elektronik bekam man sogar mit dem Titeltrack einen kleinen Hit geliefert, der gleich dafür sorgte, dass Lindstrøm an die Quasi-Spitze der Danceszene katapultiert wurde. Gewonnener Eindruck wurde im letzten Jahr und seiner Kollaboration mit PRINS THOMAS nochmal unterstrichen. Zwar war er fortan nicht mehr wirklich solo unterwegs, hatte aber mit mehr Abwechslung einen würdigen Nachfolger geschaffen.

Auf Album Nummer Drei, „Real Life Is No Cool“, geht Lindstrøm erneut mit Unterstützung ans Werk. CHRISTABELLE, eine Norwegerin mit höchst musikalischen Wurzeln, stellt dieses Mal die Unterstützung dar. Was dabei herauskommt? Ein überraschendes Dancealbum mit höchsten Ambitionen. Und es geht zurück in die Disco. Die Vocals von CHRISTABELLE verknüpfen perfekt mit dem Beat, wirken teilweise hypnotisch, gar aufreizend und lasziv. Das erinnert dann gerne mal an eine ravige PEACHES, bevor es im nächsten Moment wieder abklingt und in entspannte Beats verfällt. Insgesamt verfügt „Real Life Is No Cool“ über ein erstaunliches Repertoire an Ideen. Da wären die hintergründigen Pianoparts, die sich nicht unweit von 80er Jahre Serienscores bewegen und beweisen, dass es nie langweilig, höchstens mal hölzern wird. Nämlich im Mittelteil. Da könnte man, wenn man dieser Platte was Böses wollen würde, fast behaupten, eine gewisse Monotonie hätte sich eingeschlichen. Jenes Gefühl währt glücklicherweise nicht lange und lässt „Real Life Is No Cool“ zu einem netten Danceobjekt werden, welches in einer gerechten Welt auch ordentlich Aufmerksamkeit erhält. Nett.

1. Looking For What
2. Lovesick
3. Let It Happen
4. Keep It Up
5. Music In My Mind
6. Baby Can’t Stop
7. Let’s Practise
8. So Much Fun
9. Never Say Much
10. High & Low

Alte Kommentare

von Timo 09.02.2010 09:06

Rave? Peaches? ohje. und: 1. Album (2002): Music Under Pressure (OK, das unter dem Slow Supreme-Alias) 2. Album (2005): Lindstrøm & Prins Thomas - dt. 3. Album (2007): Reinterpretations (ebenfalls zusammen mit Prins Thomas, sind komplett überarbeite Versionen des Lindstrøm & Prins Thomas-Albums) 4. Album (2008): Where You Go I Go Too 5. Album (2009): II (wieder zusammen mit Prins Thomas) 6. Album (2009): Real Life Is No Control

von Timo 09.02.2010 09:15

sorry für die Klugscheißerei. aber der titeltrack von where you go i go too, war def kein dancefloor-hit, sondern ein knapp 29 minuten langer psychotrack zwischen cosmic-disco und krautrock. für 98% der "dancefloor-szene" absolut unspielbar. wenn lindstom einen hit hatte, dann war das 2005 mit "I feel space".

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Raphael

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