Plattenkritik

Lingua Mortis Orchestra - LMO

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Release Date: 26.07.2013
Datum Review: 27.07.2013

Lingua Mortis Orchestra - LMO

 

Man muss nicht lange Suchen um herauszufinden, dass hinter dem LINGUA MORTIS ORCHESTRA eigentlich die deutsche Power-Metal-Institution RAGE steckt. Bereits in der Vergangenheit arbeitete die Band einige Male mit einem Orchester zusammen, der Gipfel dieser Kollaboration war wohl bisher das zehnte Studioalbum „Lingua Mortis“, auf dem sie einige ältere Stücke für Orchester umarrangiert wiederveröffentlichten.
Der Namenswechsel für dieses Projekts ist wohl damit zu begründen, dass man mit dem LINGUA MORTIS ORCHESTRA nun vollkommen losgelöst von der Hauptband Metal präsentiert, der mit klassischer Musik Hand in Hand geht. Ähnlich gut haben dies bisher nur die Labelkollegen von NIGHTWISH hinbekommen.
Schon der überlange Opener „Cleansed By Fire“ legt die Messlatte enorm hoch. Das LINGUA MORTIS ORCHESTRA schafft es hier trotz aller Komplexität in den Arrangements stets griffig und eingängig zu bleiben – Ein Merkmal, dass sich durch das gesamte Werk zieht. Die darauf folgenden „Scapegoat“ und „The Devil's Bride“ sind nicht weniger detailliert orchestriert, haben jedoch einen wesentlich geradlinigeren Aufbau. Diese beiden Stücke hätte man so in dieser Form auch auf einem konventionellen RAGE-Album unterbringen können. Spätestens nach dem Instrumentaleinschub „Oremus“ nimmt das „LMO“ noch einmal richtig fahrt auf. Gerade das epische, ausladende „Eye For An Eye“ weiß mit gefühlvoller Melodieführung und der richtigen Portion Härte zu überzeugen.
Nachdem die Mannschaft rund um Viktor Smolski ihr Konzept über einen Hexenprozess im südhessischen Gelnhausen beendet hat, beschert sie dem Hörer noch zwei Orchesterversionen altbekannter RAGE-Songs. Zum einen „Straight To Hell“, zum anderen „One More Time“ - Beide sind durchaus gelungen, stellen aber nicht den primären Kaufgrund dar.
Dem LINGUA MORTIS ORCHESTRA gelingt auf „LMO“ die beinahe perfekte Verschmelzung von Metal und Orchester. An der einen oder anderen Stelle hätte es gerne noch ein Stückchen mehr in Richtung Klassik gehen dürfen, wer jedoch auf bombastischen Power Metal steht, der wird hier vortrefflich bedient! Ein besseres Album wir man in diesem Genre dieses Jahr wohl nicht hören!

Tracklist:

01. Cleansed By Fire
02. Scapegoat
03. The Devil's Bride
04. Lament
05. Oremus
06. Witches' Judge
07. Eye For An Eye
08. Afterglow
09.Straight To Hell
10.One More Time

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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