Plattenkritik

Linkwork - Down the Drain

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 09.09.2005

Linkwork - Down the Drain

 

Okay ich bin der CD eher voreingenommen entgegen gegangen, das gebe ich zu. Schaut euch mal das Cover an! Es erinnerte mich dann doch arg an das Artwork einer nicht ganz unbekannten Ami-Band namens KORN. So erwartete ich eher den vergeblichen Versuch einer Schülerband ihren eigenen Stil durch kopieren ihrer Idole zu finden.

Doch der Silberling konnte mich umstimmen. Denn was das Polycarbonat da aus den Lautsprechern zaubert ist nicht etwa das Erwartete, als vielmehr eine schöne Kombi aus Rock und Punk.

LINKWORK gibt es dabei seit sage und schreibe 10 Jahren und „Down the Drain“ ist dabei „erst“ ihr erstes Full-Length Album. In diesen Jahren waren die damals noch drei Musiker aber nicht unbedingt tatenlos. Gut verteilt in den Zeitraum brachten sie auf eigene Regie 3 Demo-Eps unters Volk. Von denen sollen laut eigenen Angaben auch die ein oder andere bei Radiosendern wie EINSLIVE oder Musikzeitschriften wie der VISIONS ihre Freunde gefunden haben. Verstärkt mit einem vierten Mann an der Gitarre sollte dann der Durchbruch in Form eines Plattenvertrags bei „This World?...On Fire!!“ kommen. Und um genau zu sein, soll der Wuppertaler Rockförderpreis 2004 dabei nicht unbedeutend gewesen sein.

Wie ich eingangs schon erwähnt habe, suchen sich LINKWORK eine Insel zwischen den Gewässern Rock und Pun,k um sich dort niederzulassen. In der beiliegenden Presseinfo steht was von Pop-Punk, obwohl es irgendwo zutreffend ist, darf bei „Down the Drain“ der Rock-Einfluss nicht unterschätzt werden. So klingen die Instrumente häufiger nach Punkrock der California-Schule mit viel Melodie also, macht der Sänger mit seinen Gesangslinien dann eher den Eindruck eines Rocksängers. Dabei bricht die Band kaum aus ihrem Rhythmus aus, wodurch der Rock Eindruck sich mehr einschleicht. Dabei klingen die Songs der vier Mannen im Alter zwischen Ende 20 und Anfang 30 passender Weise „gereift“, was im Klartext heißt, dass sich das Songwriting durchaus Zeigen lassen kann. Die Songs sind knackig, kompakt und eigentlich gibt es auf dem Album nicht einen Aussetzer. Instrumente und Gesang haben ein passendes Maß an Melodie und Abwechslung, wodurch sich der ein oder andere Ohrwurm einschleicht.

In Anbetracht solcher Tatsachen, lässt sich wohl auch verstehen, warum damals EINSLIVE dem auch auf diesem Album vertretenen Song „Pardon Me“ einige Spielzeiten auf dem Sender gewährte. LINKWORK beäugte ich anfangs zwar noch sehr skeptisch, doch die Musik überzeugte mich schließlich doch noch. Klar wird hier das Rad nicht neu erfunden und die Band hat nicht mehr den Charme von Rookies doch „Down the Drain“ kann sich sehen lassen!

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Christian

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