Plattenkritik

Liquid Graveyard - The Fifth Time I Died

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Release Date: 01.04.2011
Datum Review: 01.04.2011

Liquid Graveyard - The Fifth Time I Died

 

In einer Zeitschrift gibt es am Ende die Rubrik "Was macht eigentlich": John Walker, Sänger und Gitarrist von CANCER?

Nachdem die englischen Death Metal Recken CANCER ad acta gelegt wurden, hob Gitarrist und Frontmann John Walker 2006 LIQUID GRAVEYARD aus der Taufe. Mit „The Fifth Time I Died“ veröffentlicht die Band nun ihr zweites Album und immer wieder taucht in diesem Zusammenhang der Name „Hybrid“ Metal auf. Dieses Wort beinhaltet alles oder nichts, bei den Engländern wird es mit düster gehaltenem, sehr eingängigem Dark Rock mit Gothic und Ambient Ambitionen geschmückt. Hin und wieder säuselt eine Frauenstimme, ab und zu schimmert die Death Metal Vergangenheit des Mainmans durch (das Coverartwork ähnelt auch ein wenig der "The Sins Of Mankind" Landschaft...). Auch lässt sich aufgrund der morbiden Stimmung und des fuchsig kreischenden CARCASS Gedächtnis-Shoutings Walker’s eine leichte black-to-the-norwegian-woods Stimmung ausmachen, die dem Treiben auf „The Fifth Time I Died“ Atmo verleihen soll. Letztlich ist das Songwriting zu öde, um irgendeinen Ansatz von Intensität aufkommen zu lassen. Auch die furztrockene Produktion kann dem Ganzen keine Krone aufsetzen, ganz im Gegenteil, es fehlt gänzlich Druck. Letztlich ist der „Hybrid“ Metal von LIQUID GRAVEYARD zwar relativ Nischen tauglich aber arm an Aufgeregtheit. Wer ohne Avantgarde morgens keinen Schritt aus dem Bett macht, darf ruhig mal in „The Fifth Time I Died“ reinhören.

Tracklist:
1.Colossus
2.Violent Skies
3.Attractor
4.Reflections
5.The Fifth Time I Died
6.Expendable
7.The Glorious Bitter
8.Seeds
9.Beholder
10.Invisible Names
11.Interlude
12.Liquid Graveyard

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Clement

Autoren Bio

Ich fühle mich zu alt

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