Plattenkritik

Lord Of The Grave - Green Vapour

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Release Date: 10.11.2012
Datum Review: 24.02.2013

Lord Of The Grave - Green Vapour

 

LORD OF THE GRAVE, eine Schweizer Sludge-Doom-Kapelle. Musikalisch haben sich die Eidgenossen irgendwo zwischen CANDLEMASS und ELECTRIC WIZARD positioniert. Das Problem ihres zweiten Albums ist, dass alle fünf Songs für sich genommen zwar solide Doom-Metal-Nummern sind, nach dem Hören der Scheibe (auch nach mehreren Durchläufen) nicht wirklich etwas hängengeblieben ist.
Zugegeben, „Horsepuncher“ oder der Titeltrack besitzen gefällige Refrains, Melodien die einem im Gedächtnis bleiben sucht man bei den überlangen Nummern jedoch leider vergeblich. Dabei klingt zumindest „Green Vapour“s-Produktion vielversprechend – der Bass drückend, die Gitarre leicht fuzzig und das Schlagzeug wuchtig. Mit ein bisschen mehr Abwechslung im Songwriting und ein paar kleine Überraschungen hier und da hätten LORD OF THE GRAVE ihr Album sehr leicht aufwerten können. Der Opener „Raping Zombies“ ist mit seiner 15-minütigen Laufzeit und jeder Menge Leerlauf ein Paradebeispiel dafür, dass ein längerer Song nicht gleich ein besserer Song mit spannenden Elementen ist.
Heruntergekürzt, würde während des Hörens sicher nicht so oft der Finger auf die Spulen-Taste wandern – auch wenn „Raping Zombies“ selbst dann nur ein durchschnittlicher Doom-Metal-Song sein würde. In diesem Zustand bleibt „Green Vapour“, welches durchaus als homogenes Gesamtwerk zu sehen ist, jedoch nur eine interessante Option für Genrefans. Allen anderen kann ich leider keine Begründung liefern, warum sie zu LORD OF THE GRAVE greifen sollten, wenn ELECTRIC WIZARD im selben Regal stehen.

Tracklist:
1. Raping Zombies
2. Green Vapour
3. Horsepuncher
4. Mountain Rites
5. 00/15

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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