Plattenkritik

Love A - Irgendwie

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Release Date: 12.04.2013
Datum Review: 27.04.2013

Love A - Irgendwie

 

LOVE A(dverbien) - ein Faible für Adverbien ist LOVE A nicht abzusprechen. Nach "Eigentlich" veröffentlichen LOVE A mit "Irgendwie" ihr nächstes Album, samt "Füllwort-Albumtitel".

Schon im Jahr 2011 sorgten LOVE A für Unruhe in der Punk-Landschaft. Denn "Irgendwie" machen LOVE A keinen klassischen Punk. Sie tragen weder Iro, noch gibt es bretternde Gitarren - trotzdem gehören LOVE A zu den Punkbands der Stunde. Mit ihrem Sound schlendern sie zwischen Indie, Punk und Poetry Slam an allen Genres vorbei und setzen damit neue Trends.
Dabei ist "Irgendwie" die gelungene Fortsetzung von "Eigentlich". Denn "Irgendwie" steckt "Eigentlich" doch inmitten von "Irgendwie". Genauer gesagt an 4. Stelle. Aufmerksamen Fans dürfte der Song schnell bekannt vorkommen, denn der Track, der schon auf der gemeinsamen Split mit Frau Potz zu finden ist, wird lediglich neu aufgewärmt und unter "Irgendwie" gemischt. Ähnlich sieht es mit "Valentinstag? (in Husum)", sowie "Windmühlen" aus. Alle 3 Songs waren, über die letzten 3 Jahre verteilt, schon als 7" (Vinyl) erhältlich und sind, Fans der ersten Stunde, somit schon bestens bekannt. Doch auch aufgewärmt bleiben die Songs echte Highlights und reihen sich somit perfekt, in die Reihe neuer Hits, ein.

Wer das Debüt mochte, wird den zweiten Longplayer lieben. Denn "Eigentlich" ist "Irgendwie" wie "Eigentlich" - nur noch besser. Man entwickelt sich weiter, verlässt jedoch nicht den bewährten Weg. Stattdessen untermauert man alte Pfeiler. Der Sound wirkt fetter, die Texte kritischer. Man wettert weiter gegen die Generation Facebook, stellt jedoch eher, gut pointiert und witzig, fest, anstatt wütende Vorwürfe in Richtung Hörerschaft zu schmettern. Und somit schlängeln sich LOVE A weiter durch die Genres, bis alle Adverbien aufgebraucht sind.


Tracklist:
1. Juri
2. Oder?
3. Windmühlen
4. Entweder
5. ZaunmÜllerei
6. Der Tausendste Affe
7. Valentinstag (In Husum)
8. Kommen Und Gehen
9. Das Mädchen, Das Immer "Scheiße" Sagt
10. Nutzlos Glücklich
11. Heul Doch, Punk!
12. Horstmannscher Hass
13. Reise, Reise

Alte Kommentare

von arrrius 27.04.2013 21:57

hammer platte, review leider irgendwie nicht so dufte. hätte eigentlich irgendwie eigentlich irgendwie eigetnlich irgendwie eigentlich irgendwie weniger eigentlich irgendwie wortspiele erwartet. bester song der platte nutzlos glücklich

von ich hätte 28.04.2013 09:53

beim Kommentar irgendwie Wortspiele wie irgendwie nutzlos der Kommentar erwartet!

von delajetset 28.04.2013 10:25

Den Vorgänger kenn ich nicht, das Teil hier ist aber echt sehr unterhaltsam und bisher eines der Top-Alben des Jahres. Nur die Gitarrenarbeit geht zu stark Richtung Indie statt Richtung Punk und wird dann auf Dauer etwas eintönig.

von requos 30.04.2013 12:25

Ich kann mich nicht so richtig mit den Jungs anfreunden. Die Songs sind schon ganz gut, aber irgendwie doch nur aus dem, was die Szene momentan so hergibt zusammen"geklaut" (auch wenn das vielleicht etwas zu hart ausgedrückt ist). Mir fehlen da ehrliche Emotionen um mich länger als 1-2 Hördurchgänge hintereinander zu fesseln (wie es Captain Planet zb. immer wieder schaffen). Maximal solide, aber eben gut vermarktet.

von ollo 30.04.2013 14:38

irgendwie ein richtig schlechtes Album.

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Janik

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Janik E. // 21 // love music. hate fascism.

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