Plattenkritik

Love Equals Death - Nightmerica

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Info

Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 22.03.2006

Love Equals Death - Nightmerica

 

Düsterer Goth-Punk scheint ja momentan wirklich angesagt zu sein. Neben Victory (mit Aiden) oder Epitaph (mit I Am Ghost) hat nun auch Fat Wreck
Chords die erste Band aus dieser Szene mit an Board.

Mit LOVE EQUALS DEATH hat Fat Mike eine Band gesignt, auf die er auf einer Local Show in der San Francisco Bay Area aufmerksam wurde. Anfangs überzeugte die Band auf Supportshows für u.a. TSOL, Avenged Sevenfold und The Distillers, die die Band in Nullkommanix in die oberste Liga der kalifornischen Punkrock-Szene katapultierte. Dies ist auch kein Wunder, wenn man mal die Zusammensetzung der Bandmitglieder betrachtet: Dominic (Bass) war Gründungsmitglied von Tsunami Bomb, die anderen 3 spielten bei internationalen und lokalen Größen, wie z.B. Envain, Eye Defy und 26 M.P.H.

Meiner Meinung nach hat Fat Mike da wieder ein gutes Händchen für die richtige Band bewiesen. Die Mucke der vier Kalifornier von LOVE EQUALS DEATH rockt wie Sau und kann sowohl mit eingängigen Melodien, als auch mit druckvollen und arschtretenden Passagen aufwarten. Produzent Bill Stevenson (Rise Against, NOFX, Good Riddance) hat mal wieder eine wahre Meisterleistung vollbracht.

Die Band selbst beschreibt ihre Musik folgendermaßen: "a raw sound that
twists all the best elements of both classic and modern sounds into something entirely new". Innovativ sind sie allemal. Auch wenn der Markt für derartige Bands immer weiter wächst, bleiben LOVE EQUALS DEATH eigenständig und klingen dabei frisch und unverbraucht. Besonders fragwürdig ist für mich immer die Authentizität von diesen Goth-Punk-Bands, aber bei LOVE EQUALS DEATH hab ich da gar keine Bedenken. Sie kommen ganz ohne Schminke und Nagellack aus und konzentrieren sich voll und ganz aufs Wesentliche: Die Musik.

Das Songwriting ist aufgrund der Erfahrung der Bandmitglieder ausgereift und interessant. Der Sound ist dank Bill Stevenson 1A.
Einen Pluspunkt gibts zudem noch für das äußerst gelungene Coverartwork! Rundum also eine wirklich gute Platte, und wer auf Fatwreck-Sound und zudem düstere Klänge steht, kann ihr ohne Bedenken zugreifen.

VÖ: 17.03.2006

Tracklist:
1.Bombs over Brooklyn
2.When we fall
3.Lottery
4.Sonora
5.Black rain
6.V.O.C.
7.The broadcast
8.Numb
9.Pray for me
10.Caught in a trap
11.Truth has failed

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Ingo

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