Plattenkritik

Loverboy - Rock 'N' Roll Revival

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Release Date: 27.08.2012
Datum Review: 17.08.2012

Loverboy - Rock 'N' Roll Revival

 

Was neues von LOVERBOY?
Klingt erstmal gut!

Im melodischen Hard Rock Bereich haben uns die Herren in den 80ern ein paar unsterbliche Songs geschenkt. LOVERBOY haben eine Referenz im melodischen Hard Rock geschaffen und waren Wegbereiter für eine Flut hochkarätiger Rock Acts aus Kanada.

Nun, leider ist im Alter die Kreativität nicht mehr so weit her. Es gibt nur drei neue Songs, angereichert mit einem Potpourri neu eingespielter Klassiker.
Ich bin der Idee der Neueinspielungen durchaus positiv gestimmt, wenn es verstreut oder als Bonus-CD daherkommt. Aber so ist hier nicht ganz klar, wer eigentlich mit der Scheibe angesprochen werden soll.

Der Start mit “Rock 'N' Roll Revival” läßt angenehm aufhorchen und bringt einige typische Trademarks von LOVERBOY auf den Tisch. So richtig aufregend ist es aber leider nicht.
Auch von “No Tomorrow” und “Heartbreaker” hätte ich gerne ein wertvolleres Prädikat als “ganz prächtig” gegeben. Natürlich ist das handwerklich toller Stoff und angenehm zu hören - aber das sind drei Stücke, die sonst den (durchaus guten!) Füllstoff rund um die richtigen Kracher geben.

So was wie “Turn Me Loose” zum Beispiel. Wen in den 80ern jemals eine Diskothek mit rockigem Einschlag besucht hat, kennt den Song und liebt ihn. Einen neuen Anstrich hat der Hit nicht bekommen, knallt aber natürlich mit dem heutigen Soundgewand ordentlich aus den Boxen.
So geht es Stück für Stück weiter.

Allerdings beginnt ab “The Kid Is Hot Tonight” irgendwie ein soundtechnischer Umbruch.
Wenn ich jetzt nicht an Tablettenwahn und kaltem Entzug leide, klingt alles ab hier eher seltsam und gipfelt mit “When It’s Over” in meinem persönlichen Tiefpunkt. Der Song, im Original mein absoluter Bandfavorit noch vor “Turn Me Loose” klingt, als würde die Kassette leiern.
Vielleicht habe ich auch nur eine unglückliche Vorproduktion erwischt - eigentlich läßt sich das anders nicht erklären.

Wie auch immer, das Ding ist irgendwo nicht richtig Fisch und nicht Fleisch. Positiv mag das Werk für Neueinsteiger sein und natürlich auch für die Fans, die immer alles haben müssen.

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Axel

Autoren Bio

Metal seit den gloreichen 80ern. Melodie erwünscht.

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