Plattenkritik

MERAINE - s/t

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 30.09.2016
Datum Review: 07.10.2016
Format: CD Vinyl Tape

Tracklist

 

1.Empathy
2.Teeth
3.Entropy
4.Limbs
5.Rusted Veins
6.Black Raven
7.Floatage
8.Abandon
9.Marrow

Band Mitglieder

 

Jan Tester - Drums / Vocals
Simon Akhtarruzzaman – Bass
Joti Stefanidis – Gitarre
Florian Gering - Gitarre / Vocals

 

AKELA ist tot. Lang lebe MERAINE.

Bandauflösungen scheinen zurzeit in Mode zu sein. Beinahe wöchentlich, sicher jedoch monatlich wird man mit dem Thema konfrontiert. Bandauflösung folgt auf Bandauflösung. Nach X löst sich Y und nach Y löst sich Z auf. Wer mit dem Trauern um eine Band gerade abgeschlossen hat, hat einige Tage später schon den nächsten Grund wieder schwarz zu tragen.
Ein Glück dass im Hardcore eh meist schwarz getragen wird und die Musiklandschaft ein einziges, großes Inzuchtbecken ist, aus dem jeden Tag eine neue Band (meist mit altbekannten Gesichtern) hervor geht.

AKELA ist tot. Lang lebe MERAINE.

Aus der Asche von AKELA steigen MERAINE empor und nehmen den Platz ein, den AKELA mit ihrer Auflösung 2015 hinterlassen haben.

Der Sound, den die Vier auf ihrem Debütalbum anschlagen, ist düster, hart und raumeinnehmend, was ein Ausweichen/Weghören beinahe unmöglich macht. 9 Songs die nur so vor Energie, Kraft und Deutlichkeit strotzen.

Ausufernde, atmosphärische Instrumentalparts vermischen sich mit wütendem, aufopferndem Schreigesang. Der innere Drang zur Selbstzerstörung. Verzweiflung, Hoffnung, Stille. Die Musik schlägt Brücken über Metal, Doom bis hin zu modernem Post-Hardcore. Wo sich (die Lieder von) THE TIDAL SLEEP noch langsam aufbauen, brettern MERAINE bereits los. Verschnaufpausen? Fehlanzeige.

Das Album an sich ist klar und fett produziert, aber dennoch roh und voller charmanter Rückkopplungen. MERAINE machen unmissverständlich klar, welchen Weg Sie gehen wollen, gehen keine Kompromisse ein und nehmen dennoch von allem mit was geht.

MERAINE ist härter, deutlicher und zielstrebiger als AKELA. 9 Songs, 28 Minuten, die viel zum Entdecken bieten, nicht langweilig werden und an Deutlichkeit kaum zu übertreffen sind. MNMNTS, JUNGBLUTH, THE TIDAL SLEEP, BIRDS IN ROW,…

AKELA ist tot. Lang lebe MERAINE.

Autor

Bild Autor

Janik

Autoren Bio

Janik E. // 21 // love music. hate facism.

Suche

Social Media