Plattenkritik

MR. IRISH BASTARD - The World, The Flesh & The Devil

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Info

Release Date: 08.05.2015
Datum Review: 29.07.2015
Format: CD Vinyl Digital

Tracklist

 

1. Kingdom Of The Sun
2. Drink Another Day
3. Ballad Of A Workshy Man
4. Monsters In The Light
5. I Hope They Sell Beer In Hell
6. Don't You Walk Away
7. Fuck You My Darling
8. Black Island Ferry
9. Captain O Captain
10. That Bitch Drank My Whiskey
11. All The Time In The World
12. Evil Ways
13. Grey Grey Grass

Band Mitglieder

 

The Irish Bastard - vocals, guitar
Lady Lily - tin whistle
Gran E. Smith - banjo
Boeuf Strongenuff - bass
Ivo K'Nivo - drums

MR. IRISH BASTARD - The World, The Flesh & The Devil

 

Der Sommer in diesen Breitengraden ist eher geprägt von Festivals und billigem Dosenpils. Glücklicherweise gibt es da eine kleine Insel, von der zu jeder Jahreszeit gutes Bier, Whiskey und Musik kommt. Und die beste Importadresse für den musikalischen Teil bietet hierzulande die Band MR. IRISH BASTARD.

Mit „The World, The Flesh & The Devil“ knallen die Münsteraner ein Album auf die Theke, welches schon fast verschenkt werden sollte, damit es wirklich jeder hat, der einmal eine Feier ausrichten muss. Wer allerdings so eine Partybombe abliefert, gehört ordentlich bezahlt.

Mit dem Opener „Kingdom Of The Sun“ ist sofort alles klar. Segel auf dunkles Bier und ab dafür! Mit eingängigen und traditionsbewussten Melodielinien bekommt man hier geboten, was auf der Karte steht: Irish Punk mit Schaumkrone und Katergarantie. Hier müssen keine Vergleiche zu anderen Acts wie z. B. FLOGGING MOLLY gescheut werden. Mit einem gewissen Straßencharme grölt man sich durch den Song und wird von einem passenden Solo begleitet.

Sehr fein gestreut sind auch die verschiedenen Emotionen. So kommen ernste Themen wie in „Ballad Of A Workshy Man“ noch tauglich zum Mitsingen aus den Boxen und liefern trotzdem den gewissen Teil irischen Kämpferherzens.

Den absoluten und, mit mir nicht zu diskutierenden, Höhepunkt des kompletten Albums haben MR. IRISH BASTARD allerdings mit „I Hope They Sell Beer In Hell“ gesetzt. Die komplette Bar zerlegen? Zu diesem Song möglich. Vollkommen muttersprachsbefreit mit wildfremden Leuten in den Armen „singen“ und sich am nächsten Tag fragen, wieso man so heiser ist? Dürfte das Lied schuld sein.

Wenn die 13 kurzweiligen Songs ausgespielt sind, stellt sich augenblickliche Katerstimmung ein. Irgendwie hätte man ja doch noch einen oder zwei Tracks länger bleiben können. Zurück bleibt das gute Gefühl, irgendwas vergessen zu haben. Hauptsächlich Ärger und Nüchternheit. Also leicht zu verschmerzen.

 

Hier liegt nicht nur einfach eine gute Scheibe für den Sommer und diverse Saufgelage. Hier liegt definitiv ein Teil meines Partysoundtracks für dieses Jahr. Wer da jetzt nichts mit anfangen kann, dem ist nicht mehr zu helfen. Bei mir kommt sie jedenfalls direkt auf meine obligatorische Palette Guinness für das nächste Festival.

Autor

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Björn

Autoren Bio

Komponist und Produzent im Bereich Videospiele und Kurzfilm.

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