Plattenkritik

Malibu Stacy - G

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Release Date: 21.09.2007
Datum Review: 03.09.2007

Malibu Stacy - G

 

Jetzt mal eine ernsthafte Frage: Wo bleibt die ARCTIC MONKEYS Jugend? Wenn schon TURBONEGRO ihre eigene haben und selbst in Klein Rupin überteuerte Jeansjacken an die Dorfprominenz verscheuern und sogar ART BRUT inzwischen eine Band-Franchising No-Profit Organisation ihr eigen nennen können, in der tausende anderer ART BRUT Bands friedlich nebeneinander musizieren, fehlt es der „Indie-Rock Hoffnung 2006“™ an einer eigenen professionellen Einrichtung. Erkennungszeichen der Monkey-Jugend könnten ja Slim Fit Jeans mit einem lustigen Affenkopf sein. So mal als Anregung.

Gäbe es die Jung-Affen, so wäre die Abteilung „Belgian Affairs“ schon besetzt. MALIBU STACY haben die Zutaten des in letzter Zeit so erbarmungslos erfolgreichen und so gar nicht unabhängigen Indie-Rocks mit enorm großen Löffeln aus Super Size Eimern gegessen, verdaut und (nein, lassen wir die Fäkalsprache doch bitte zuhause) mit Debütalbum „G“ verwurstet. Eine sorgfältige Marktanalyse zeigte den 6 Musikern, dass eine erfolgreiche Band heute folgende Elemente benötigt: krude MAXIMO PARK Synthies, mäandernde STROKES Gitarren und niedlichen SHOUT OUT LOUDS Gesang zusammengehalten von der zackigen Tanzbarkeit der ARCTIC MONKEYS. Ergebnis ist eine Art Frankensteinsches Monster kontemporärer Rockmusik. Erschreckend, aber in seiner professionellen Unbeholfenheit irgendwie unterhaltsam.

Vielleicht hätten einige Einflüsse weniger, eine bessere Platte mehr gemacht, so darf man „G“ allerdings als Quintessenz interessanter Ideen verstehen, die zusammen weniger als die Summe ihrer Teile ergeben. Sympathiebonus für den nerdigen Bandnamen.

Tracklist:

1. Intro
2. Killing All The Young Gods
3. Come On Commons
4. Los AnGeles
5. The Fever
6. Saturday Night Fisher
7. Penicha Praia
8. Sex In Malibu
9. Soda Pop
10. Sh Sh
11. VHF-UHF
12. Runaways
13. Feck This (1985)
14. I-Naked
15. Walk Like An Egyptian
16. Grasshopper Green (winter edit)
17. Saturday Night Fisher (fast virgin)

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Dennis

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