Plattenkritik

Man Overboard - The Human Highlight Reel

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Release Date: 10.05.2011
Datum Review: 22.05.2011

Man Overboard - The Human Highlight Reel

 

Mit Marmeladenbrötchen-Melodien und Hubba-Bubba-Hooklines versuchen diese motivierten Herren aus New Jersey, sich und ihrer remasterten B-Seiten- /EP- /Coversongkollektion einen Platz im immer dunkler werdenden Poppunkhimmel zu ergattern. Ob polnischer Black Metal, Küssen unterm Weihnachtsbaum und die ehrwürdigen, frühen Emo-Helden das richtige Rezept dafür sind?

Nach gerade mal einer Handvoll EP-Beiträgen und dem bejubelten 2010er Album "Real Talk" muß tatsächlich schon so was wie eine B-Seiten-Ansammlung hinhalten? Gespickt mit zwei Neubeiträgen zu Beginn von "The Human Highlight Reel" schlagen MAN OVERBOARD in exakt dieselbe (beinahe totgespielte) Kerbe ein, die "Real Talk" bereits aufbauend in weltweite Wälder geritzt hatte: "Driveway" und "Melanie, Video Games And A Slight Fear Of Flying" suhlen sich in den ausgetrockneten Pfützen, die vor Jahren von YELLOWCARD, BLINK 182 oder frühen FALL OUT BOY zum begießen ihrer Karrieren geleert wurden, zuckersüße Chöre, girlie-freundliche Themen und glattpolierter Milk&Cookies-Sound klingen nach einer Inventur im Hause Fueled By Ramen vor ein paar Jahren. Ähnlich weniger innovativ verhält es sich mit den Songs der "Dahlia EP" wie "5 Girls Pizza" oder recyclelten Outtakes akustischer(er) Natur wie "210B", "Cry Baby" und dem doch Ohrwurm-tauglichen "I Saw Behemoth And It Ruled". MAN OVERBOARD spielen glatt, beruhigen auf poppigste Art und Weise angenehm das sonnige Gemüt, aber liefern weder dringende Hits, noch ernsthafte Relevanz. Auch das melancholische "Different People" oder PROMISE RING´s "Red Paint" führen zu keinem eindeutigen Ergebnis, ob "The Human Highlight Reel" eine wirkliche Daseinsberechtigung verdient, oder hier auch nur wieder schludrig released und released wird, bis sich der Silberdollar dreht. "Defend Poppunk!" - damit treffen es Zac, Nik und Co. natürlich auf den Punkt, aber für die Lebenserhaltung ihrer liebsten Species sollten sich MAN OVERBORED, ääh - OVERBOARD doch reichlich weiter aus dem Fenster hängen. Absoluten Anhängern sei dieses 16-Track-Werk (davon 7 komplett unveröffentlicht) ans Herz gelegt, wer sich nur auf den Puderzucker des Genres verlässt - hier bitte mit Vorsicht herantasten.

Tracklist:

01. Driveway
02. Melanie, Video Games And A Slight Fear Of Flying
03. I Saw Behemoth and It Ruled (Electric)
04. They Don't Make ‘Em Like They Use To
05. Five Girls Pizza
06. I Ate My Gluestick
07. Love Your Friends Die Laughing (Electric)
08. Again
09. Red Paint 10. Crybaby
11. 210B
12. Dylan’s Song
13. I Saw Behemoth and It Ruled
14. Dear You
15. Different People
16. Decemberism

Alte Kommentare

von TheDude 22.05.2011 23:57

Ich find's toll, aber es ist halt eher ein Album für Fans. I Saw Behemoth und I ate my gluestick sind meine absoluten lieblingssongs von denen und die dann mal in electric und remastered zu hören ist schon was feines. MO's Lyrics waren nochnie besonders "deep", aber darum geht's hier ja auch nicht. Gute Musik für laue Sommernächte und heiße Konzerte.

von Keine Ahnung... 24.05.2011 16:49

Der Typ hat keine Ahnung vom Review schreiben!

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Moppi

Autoren Bio

Alt, langweilig, tierlieb.

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