Plattenkritik

Manowar - The Sons Of Odin

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Release Date: 06.10.2006
Datum Review: 19.10.2006

Manowar - The Sons Of Odin

 

Das True Metal Urgestein MANOWAR lässt seine Anhängerschaft mit dem angekündigten Studioalbum Nr. 10 bekanntlich gewaltig warten. Nach einem Motorradunfall von Gitarrist Karl Logan wurde das für Sommer 2006 geplante Album, "Gods Of War", auf Januar 2007 verschoben und auch die Tour findet zu einem späteren Zeitpunkt statt. Um die mit Schwertern ungeduldig rasselnde Fangemeinde in diesem Jahr des Metals bei Laune zu halten wird mal eben eine EP namens "The Sons Of Odin" eingeschoben, die der Moral der Truppe dienlich sein sollte.

Recht unspektakulär und ungewöhnlich startet das Release mit zwei Live-Versionen. Zum einen das überlange Intro namens "The Ascension" sowie "King of kings". Beide Songs wurden anno 2005 auf dem Earthshaker Fest aufgenommen und rechtfertigen keinesfalls den Kauf dieser EP. Vielmehr hat man es wohl mit einem weiteren Teaser zu tun, der mal eben das Verlangen nach der im November erscheinenden DVD Veröffentlichung zum Earthshaker Auftritt wecken soll. Erst mit "Odin" werden hier Eindrücke vom anstehenden Album vermittelt. Orchestral wird hier der Titeltrack der Langrille "Gods Of War" zum Besten gegeben. In knapp 8 Minuten wird gewohnt mystisch und glorifizierend die nordische Mythologie abgefeiert. Bombastisch und gleichzeitig unglaublich kitschig wird nach Ruhm im Kampf gestrebt auf das man ins Valhalla einzieht. (Man merke: nicht nur Marvel Comics bilden sondern auch True-fucking-Metal) Dramatisch arrangiert und mit Fanfaren ausgestattet wird hier ein Heldenlied gesungen welches den Zuhörer in fremde Welten entführt. "Sons Of Odin" schließt diese gewaltige Inszenierung ab. Der gestandene Fan wird mit "The Sons Of Odin" sicherlich beglückt, der gemeine Musikfreund wird sich jedoch fragen, was es hier an Neuerungen oder Besonderheiten gibt, die den eigenen Kaufreiz steigern. Die Frage ist absolut gerechtfertigt, den MANOWAR haben keine Ambitionen an ihrem Status Quo zu rütteln. Die Herren bleiben bei ihrem bewährten Erfolgsrezept und das war’s.

Als Besonderheit kann man höchstens die „Immortal Version“ dieser Veröffentlichung erwähnen, die mit rotem Cover Artwork, einem schicken Digipack und einer Bonus DVD ausgestattet ist. Hier gibt es den Inhalt der CD in 5.1 Surround Sound sowie einiges an Filmmaterial zu MANOWAR wie einer Dokumentation der MANOWAR Fanconvention. Abschließend kann ich nur festhalten, dass eine halbe Stunde MANOWAR sich durchaus erhellend auf das eigene Gemüt auswirkt, ansonsten kann man das Gesamtpaket eigentlich nur mit „ganz nett“ zusammenfassen.

Disk: 1
1. The ascension (Live Version)
2. King of kings (Live Version)
3. Odin
4. Gods of war
5. The sons of odin

Disk: 2
1. Fan Convention documentary (short Version) - 32 min.
2. Heart of Steel rehearsal in czech Republic - 6 min.
3. Earthshaker Fest DVD-Trailer -6 Min.
4. Slideshow with Fan Conventionphotos (from fans) and live ph
5. The Ascension (Live version)-audio in 5.1 surround sound
6. King Of Kings (Live version)-audio in 5.1 surround sound
7. Odin-audio in 5.1 surround sound
8. Gods of war-audio in 5.1 surround sound
9. The Sons Of Odin-audio in 5.1surround sound

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Torben

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