Plattenkritik

Maps And Atlases - Perch Patchwork

Redaktions-Rating

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Release Date: 21.09.2010
Datum Review: 25.09.2010

Maps And Atlases - Perch Patchwork

 

Der Grund warum ich dieses Album im speziellen besprechen wollte war dass schon das Albumcover sowas hat, wie wenn man durch den Plattenladen spaziert, so ein Album irgendwo ausgehangen sieht und das Cover so interessant findet, dass man stehen bleibt und – wenn möglich – sofort reinhört. Das hat was von Leidenschaft, von Besonders-Sein, von Kunst. Und wie fühlt sich dieses Reinhören an? „I think there is no sound that I hate more than the sound of your voice“ – achso. Das klingt jetzt noch mehr nach Besonders-, oder zumindest Anders-Sein, da will wohl jemand Konventionen umgehen, obwohl dann vieles auf dem ersten Hörer doch so konventionell anmutet: Ne Stimme, die entfernt an GNARLS BARKLEY erinnert, grundsätzlich eingängiges, poppiges Setting – obwohl: Dieses langsam, unruhig aufkochende, den ganzen Opener „The Charm“ durchziehende Drumming, generell diese verspielte Instrumentalisierung – das ist dann doch wieder mehr Umgehung des Konventionellen. Verspieltheit ist dabei genau das richtige Stichwort, denn „Perch Patchwork“ zeigt Musiker, welche sich auf bodenständige Art und Weise dem Experiment widmen, und schon auch mal Ausstecher gen Folk oder Mathrock zulassen. Und wie gesagt: Instrumental kann von Langweile keine Rede sein, und während Gitarren und Drumming einfach mal ihren völlig eigenen Slang sprechen, kann man hier und da auch mal ne Geige ausmachen. Das klingt alles so, als würden sich nen Haufen aufgedrehter Kinder aka Musiker auf der Straße treffen um irgendwie Musik machen - und damit wären wir schon wieder bei der Leidenschaft. Doch weil die Stimme so toll ist, und weil es so catchy Nummern wie „Living Decorations“ oder den Titeltrack gibt, und weil jeder Song durchschnittlich 3 Minuten lang ist, muss das Fazit noch etwas konkreter formuliert werden: „Perch Patchwork“ ist Pop für Musikliebhaber und eingängiges, welches innerhalb seiner Eingängigkeit hibbelig und aufregend ist, und wo neben den üblichen großen, gut ins Ohr gehenden Momenten vor allem die Details Spaß machen. Toll toll!

01. Will
02. The Charm
03. Living Decorations
04. Solid Ground
05. Is
06. Israeli Caves
07. Banished Be Cavalier
08. Carrying The Wet Wood
09. Pigeon
10. If This Is
11. Was
12. Perch Patchwork

Alte Kommentare

von dk 25.09.2010 18:24

hab der platte volle punktzahl gegeben. tolle momente und vielschichtiger folk pop der immer wieder ausbricht und lust auf mehr macht. niemals langweilig. super teil!

von man... 26.09.2010 18:46

... das erinnert irgendwie an ´ne folkige Version von TV ON THE RADIO.

von Blasta Tha Butcha! 26.09.2010 22:08

...mich erinnert das irgendwie an Cunthunt 777 in ihrer Folkphase

von Cunthund 678 27.09.2010 12:47

Juhu ! CÜNTHÜNT !

von Hurenknecht777 27.09.2010 13:44

Ey Cunthunt sind heute aber viel cooler weil krasser Beatdownshit alda!! Wie soll man hierzu im Pit Faggots klatschen!?

von jesusmosher 27.09.2010 14:55

cunthunt>maps and atlases

von Blasta Tha Butcha! 27.09.2010 20:13

Cunthunt 777 - "Mops and Anuses"

von Hurenknecht777 27.09.2010 20:56

auf wischt's ab wischt's, jetzt wird geputzt!

von Rosettenrudolph Lundgren 27.09.2010 21:23

Hihihihihihihihihi...

von Anonymous 29.09.2010 12:57

Hatte ich vor einiger Zeit schonmal reingehört (aufgrund des Covers), ist jedoch nicht so meins... Trotzdem tolles Artwork.

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Olivier H.

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"They said, Do you believe in life after death? I said I believe in life after birth" - Cursed

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