Plattenkritik

Mayan - Antagonise

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Release Date: 31.01.2014
Datum Review: 27.01.2014

Mayan - Antagonise

 

War das erste Werk der Niederländer schon eine verzwickte Angelegenheit, setzen MAYAN mit dem Nachfolger „Antagonise“ noch einen drauf. Death Metal meets Power Metal plus Sängerinnen und Orchestereinlagen. Was sich auf dem Papier wie ein großes Tohuwabohu liest, ist auf den Kopfhörern nicht besser. Mark Jansen und seine Mitstreiter machen hier eigentlich alles falsch, was sie bei EPICA seit Jahren erfreulicherweise richtig machen. Gelingt es bei der Hauptband alle Elemente zu einem großen Ganzen zu verschmelzen, wirken die Fragmente bei MAYAN (leider) oft zusammenhangslos aneinandergereiht. Perfektes Beispiel dafür ist das bereits vorab ausgekoppelte, das Album abschließende, „Faceless Spies“. Stimmungsvoll beginnend, setzt alsbald Henning Basse mit seinem Klargesang ein, um Jansen das Mikrofon streitig zu machen - was ihm zum Ende des Songs auch gelingt. Eine Kohärenz ist in diesem Lied zwar zu erkennen, man hätte diesen sieben-Minuten-Brocken aber mit Sicherheit auf ein Mindestmaß zusammenstauchen können. Dass sie es eigentlich besser könnten zeigen MAYAN auf der Mitte des Albums mit der Akustikballade „Insano“ oder dem knüppelharten „Human Sacrifice“, das nur im stellenweise mit Frauengesang aufwartet. Hier gibt es keine Kompromisse oder unnötig belastende Elemente. Dass die Veröffentlichung technisch auf allerhöchstem Niveau ist, darf man bei all der Kritik nicht verschweigen. Trotz dessen, dass die Produktion drückend und voluminös daherkommt, ist jede Spur mit all ihren Details herauszuhören.
Die Formel „Mehr = Besser“ geht auch diese Mal nicht auf. MAYAN erscheint 2014 mehr denn je wie eine Restrampe an weggeworfenen EPICA-Ideen, die wahllos aneinanderreiht wurden. Wer sich mit „Antagonise“ trotzdem auseinandersetzen möchte, sollte sich viel Zeit nehmen, um die einzelnen Spuren im Hirn zu sortieren und sich das Album schlussendlich schönzuhören.


01. Bloodline Forfeit
02. Burn Your Witches
03. Redemption ~ The Democracy Illusion
04. Paladins Of Deceit - National Security Extremism Part 1
05. Lone Wolf
06. Devil In Disguise
07. Insano
08. Human Sacrifice
09. Enemies Of Freedom
10. Capital Punishment
11. Faceless Spies - National Security Extremism Part 2

Alte Kommentare

von Fido 04.02.2014 13:18

Na, das ist ja wohl eher umgekehrt: Was bei Revamp oder Epica zusammengeschustert klingt, hat bei Mayan ein richtiges Gefüge, sorry! Ähnlich wie späte Death oder jetzt Communic, verschmelzen die Speed- mit den Midtempoparts wie eine Einheit, und der "Trio-Infernale" Gesang ist super gesetzt!

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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