Plattenkritik

Me In A Million - Still In The Balance

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Release Date: 28.03.2014
Datum Review: 05.04.2014

Me In A Million - Still In The Balance

 

ME IN A MILLION haben ihr Debüt Album „Still In The Balance“ direkt mal in Florida bei Cameron Mizell produziert, wo auch schon Bands wie THE WORD ALIVE, SLEEPING WITH SIRENS, A SKYLIT DRIVE oder CAPTURE THE CROWN zu Gast waren. Hier will wohl jemand richtig durchstarten oder warum fliegt man für ein Erstlingswerk direkt nach Übersee, um bei einem sogenannten Star-Produzenten aufzunehmen? ME IN A MILLION wollten nach eigener Aussage den Sound der Chango Studios unbedingt haben.

Wie auch immer, das Album startet mit „The Rest Is Silence“, der Sound passt, das kann man als erstes mal festhalten, so war der Weg nach Florida zumindest nicht umsonst. ME IN A MILLION liefern all das, was man von einem Metalcore Album heutzutage erwartet, jede Menge Breakdowns, ein Wechselspiel zwischen Growls und melodischem Gesang im Einklang mit der Musikfraktion, soll heißen harte rhythmische Gitarrenriffs treffen auf melodische Gitarrenlinien. Elektronische Elemente dürfen natürlich auch nicht fehlen und werden an der ein oder andere Stelle gezielt eingesetzt, um die jeweilige Stimmung und Atmosphäre noch intensiver erscheinen zu lassen. ME IN A MILLION klingen auf „Still In The Balance“ verdammt professionell und auch wenn das Songwriting zugegebenermaßen nur wenig überraschendes zu bieten hat, so können sich die 10 Songs doch mehr als nur sehen bzw. hören lassen. Das klingt auch alles zu keinem Zeitpunkt nach einem Debut Album, da muss man dem Sextett schon mal Respekt zollen.

Diskussionen könnten jedoch losgehen, dass ME IN A MILLION so gut wie keine eigene Duftnote haben, und so richtig kann man das auch nicht von der Hand weisen. Am besten selber mal einen eigenen Eindruck verschaffen, Fans des Genres werden an „Still In The Balance“ ganz sicher ihre Freude habe, wer bisher diesem Metalcore Sektor (warum wird diese Musik eigentlich so oft als Post-Hardcore bezeichnet?) kritisch gegenüber war, wird sich mit ME IN A MILLION vermutlich auch nicht anfreunden können.

Trackliste:
1. The Rest Is Silence
2. PaniK
3. Get Real Or Die Tryin’
4. Wide Awake
5. The Warning
6. These Mountains
7. Atlas
8. The Life Of Others
9. Disappear
10. Brave It Out

Alte Kommentare

von Cameron M. 05.04.2014 11:38

Leider ein recht schwaches Album, das mit den im Review genannten Hausnummern es leider -bis wohl auf die Produktion- in keinster Weise aufnehmen kann. Bei Cameron Mizell aufzunehmen, ist -wie man daher sieht- keine Garantie einen Deal bei RiseRecords, Artery, Fearless & Co. zu erlangen... Ein Glück, dass hier in Deutschland die Band einen Platz zum recyclen bei Redfield gefunden hat. Gähn! :-(

von PhiL 08.06.2014 06:07

musik ist geil. auf jeden fall bisher so mit einer der besten platte dieses jahr. jedoch war halt die produktion nicht, dass was ich mir vorgestellt habe. hier muss man sagen, dass cameron echt faul ist und hab da auch von einigen bands gehört mit denen er zusammengearbeitet hat. natürlich offiziell wird gesacht "es war uns eine ehre" und so nen driet. the warning, these mountains und the life of others sind so die songs die für mich hinausstechen. ich hoffe echt dass ein neues album auch nicht so lange auf sich warten lässt und dass die das nächste mal dann eher mit sebastian monzel (his statue falls, of saints and sinners) ins studio gehen oder halt jemand anders aus deren umgebung. da sparen se kohle und kriegen trotzdem nen fettes produkt.

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Felix M.

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ruhiger, bodenständiger Zeitgenosse

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