Plattenkritik

Medeia - Abandon All

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 27.05.2011
Datum Review: 07.07.2011

Medeia - Abandon All

 

Nach dem letzten Album „Cult“ ist es um die Finnen von MEDEIA etwas ruhiger geworden, aber das Sextett um ROTTEN SOUND Frontmann Keijo Niinimaa möchte mit „Abandon All“, das die textliche Trilogie einer nuklearen Verwüstung beendet, zum großen Schlag ausholen. Um den Sound zu beschreiben, kann aufgrund der modernen Neo-Thrash Verbundenheit auf das LAMB OF GOD Masterpiece „As The Palaces Burn“ verwiesen werden. Auch ziert das atmosphärisch dicht inszenierte Album ein Hauch von DISSECTION, denn auch MEDEIA setzen musikalisch klirrende Kälte und das abgrundtief Böse neben eine Melodieverliebtheit, die im Falle der Finnen jedoch mehr unterschwellig als extrovertiert gelebt wird.

Zudem erinnern die Tracks, die durchgehend impulsiv und brutal inszeniert wurden, an eine Henkersmahlzeit des Selbstmörders, auf „Abandon All“ wurde der vorletzte Schritt eines völlig verkorksten Lebens mit Noten gefüllt. Bitte nicht falsch verstehen, MEDEIA sind nah am Death/Neo Thrash Metal gebaut, aber ihre finnische Herkunft kann niemals als Grundmauer ihres Zornes dienen, hier könnte allenfalls der pure skandinavische Hass der frühen Norwegen Neunziger mithalten.

Das Album wurde konsequent brachial durchgängig ohne Verschnaufpause durchkomponiert und tritt den Schöngeistern unter den Ganzen Chartkotzern mit einem erhobenen Zeigefinger mächtig in den Arsch.

Tracklist:
01. We All Fail
02. Suffocation Diuturnal
03. The Ultimate Disconnect From Humanity
04. In Motionless Decay
05. The Burning
06. Abandon All
07. Stigmata
08. The Will To Dominate
09. The Undistinguished Name
10. Centurions

Autor

Bild Autor

Clement

Autoren Bio

Ich fühle mich zu alt

Suche

Social Media