Plattenkritik

Metsatöll - Ulg

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Release Date: 11.11.2011
Datum Review: 22.01.2012

Metsatöll - Ulg

 

Estland und Metal, eine Kombination die bisher eher am Rande stattgefunden hat. Umso erstaunter ist man, wenn man liest das "Ulg" das bereits sechste Album von METSATÖLL ist. Da stellt sich unweigerlich folgende Frage: hat man jetzt ein verschollene Perle verpasst oder hat es durchaus seinen Grund das man Resteuropa bisher vor Pagan Metaller versteckt hat. Antwort: nichts von beiden.

METSATÖLL brauchen dabei zu keiner Zeit ihren Exotenbonus, denn die Jungs klingen auch so relativ eigenständig. Die elf Songs auf "Ulg" sind dabei, im Gegensatz zu vielen deutschen oder skandinavischen Genrekollegen, komplett ungesüßt und begegnen dem Hörer teilweise mit harscher Thrashkeule. Dazu passen auch die wütenden, auf Dauer aber auch etwas monotonen Vocals. Die estnische Band versteht es dabei durchaus Songs zu schreiben. Die Riffs sitzen, die Drumattacken sind präzise und manche Songs verfügen durchaus über die nötige Hymnenhaftigkeit um in der Szene anzukommen.

Kritikpunkte? Zur absoluten Elite reicht es für METSATÖLL nicht. Aber die Band zeigt ihr eigenes, vernarbtes Gesicht und lässt sich nicht verweichlichen. Das ist in dieser Szene schon etwas wert. Wenn dabei auch noch ein grundsolides Album wie "Ulg" rauskommt - Geheimtipp für Genrefreunde!

Tracklist:

1. Agu (Daybreak)
2. Sojasüda (Warheart)
3. Küü (Serpent)
4. Muhu oud (Muhu Dread)
5. Kivine maa (Land Full Of Stones)
6. Rabakannel (Bog-harp)
7. Isata (Fatherless)
8. Kahjakaldad (Sacrificial Shores)
9. Tormilind (Shearwater)
10. Ulg (The Howl)
11. Eha (Dusk)

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Enrico

Autoren Bio

Je ne sais pas. Ein Hoch auf meine Standardantwort im Französischunterricht in der Schule.

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