Plattenkritik

Midnight - Sakada

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 28.05.2005

Midnight - Sakada

 

Was waren das für Zeiten, als es Rock gab, der noch nicht in Genres wie Thrash, Trash oder Nu eingeteilt war. Herr Midnight hat Crimson Glory hinter sich gelassen und bedient sich ungeniert an so ziemlich allem, was man mit einer Gitarre so spielen kann - vom Metal übern Blues zum Art-Rock. Entstanden ist ein abwechslungsreiches Album, das vom Gesang erfreulich an Bruce Dickinson oder Robert Plant (die Amis sollen ja Zep-mässig sehr fanatisch sein, allesamt) erinnert, desweiteren wird gerufen, erzählt, gekreischt und umhergedroht. Die gesamte Breite des Rock wird bedient, und deshalb sollte man es als potentieller Fan auch mit heutzutage recht possierlichen Zeitgenossen wie Blind Guardian oder Manowar aushalten können. Epik und Ernsthaftigkeit zeichnen Herrn Midnight aus, das wird auch gern mal Radiogelaber unter die Songs gemischt, um sie eben noch *ehrlicher* zu machen.

Kein Track gleicht dem anderen, ob es nun auf die hobbitöse Folk-Wiese oder in die "Mein Frauchen hat zwei Hörnchen" - Hölle von Danzig geht. Allerdings ist die Nähe zur Psychedelik, dem Frickeln und Ausufern, stets hörbar, was die Songs durchaus spannend macht.Wer sich für komplett un-ironischen und überhaupt nicht zeitgemässen Psychedelic Heavy Rock begeistern kann, bekommt hier, was er will. Bringt die Zivilisation nicht weiter, aber was tut das schon? Sechs entspannte Punkte von zehn.

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Ben

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