Plattenkritik

Misery Index - The Killing Gods

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Release Date: 23.05.2014
Datum Review: 27.05.2014

Misery Index - The Killing Gods

 

Im Grunde muss man anno 2014 nicht mehr viel Worte über MISERY INDEX verlieren. Gut vier Alben lang haben die Herren mit der DYING FETUS Vergangenheit bewiesen, dass sie mit dem Knüppel in der Hand und einer Message in der Kehle eindrucksvollen Death Grind spielen können. „The Killing Gods“ geht darüber hinaus noch einen Schritt weiter und offenbart das Quartett facettenreicher als je zuvor.

Vier Jahre sind seit dem letzten Langeisen „Heirs to Thievery“ ins Land gezogen. Dazwischen lagen Touren mit BEHEMOTH und CANNIBAL CORPSE, ein daraus entstandenes Livealbum „Live In Munich“ (2013) und ein PIG DESTROYER Album auf dem Drummer Adam Jarvis mitwirkte.
„The Killing Gods“ beginnt mit den wohl melodischsten Songs, die jemals von Kloeppel und Netherton geschrieben wurden. Songs wie „The Calling“ vereinen auf bemerkenswerte Weise die altbekannte Härte mit einem gesunden Gespür für Melodie und grandiosen Soli, wobei man vielleicht jetzt schon sagen kann, dass die vorab Single „Conjuring The Cull“ wohl zu den besten Death Metal Songs des Jahres gehören wird. Wer jetzt denkt, dass MISERY INDEX sich auf ihrem neuen Album von ihrer räudigen und direkten Art verabschiedet haben, sei gesagt, dass die ersten fünf Songs fünf einzelne Teile eines Konzept namens „Faust“ darstellen. Danach hauen die vier Herren aus Baltimore mit Songs wie „The Killing Gods“ oder „Sentinels“ in die gleiche Kerbe, die auch auf den Vorgängeralben für die Trademarks der Band standen: kompromisslose Grindriffs, die sich von Jarvis Ausnahmedrumming und dem kehligen Doppelgesang anfeuern lassen. In dieser Albumhälfte machen MISERY INDEX keine Gefangen und halten mit ihrer Wut nicht hinterm Berg. Beim Song „Colony Collapse“ kommt es dann auch wieder zu einem Gesangsduell mit DYING FETUS Fronter John Gallagher, was den Gesamteindruck dieser Platte nur noch mehr abrundet.
Eines ist sicher, mit „The Killing Gods“ haben MISERY INDEX nicht nur ein eindrucksvolles diskografisches Highlight abgeliefert, sondern auch ein Album eingehämmert, dass sich in den Jahresbestlisten ganz weit oben einnisten wird - und das vollkommen zurecht.

Trackliste:
1. Urfaust
2. The Calling
3. The Oath
4. Conjuring the Cull
5. The Harrowing
6. The Killing Gods
7. Cross to Bear
8. Gallows Humor
9. The Weakener
10. Sentinels
11. Colony Collapse (feat. John Gallagher / DYING FETUS)
12. Heretics
13. Thieves of the New World Order (MINISTRY Cover)

Alte Kommentare

von Tobe 28.05.2014 21:39

genau so siehts aus.

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Mulder

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