Plattenkritik

Miss Wednesday - Killing Caress

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Info

Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 19.03.2007

Miss Wednesday - Killing Caress

 

Im Grunde eine EP, das mich überhaupt nicht reizt. Eine Mischung aus Staind, Spineshank, verscuhten Fear Factory Attacken und Nine Inch Nails meets Nightwish Keyboards. Wobei letztere nicht auf dem Mist der Band gewachsen sind, sondern vom Produzenten eingespielt wurden. Die klingen toll, aber den Grund ihres Daseins zu verschleiern, nämlich, dass sich sonst fast gar nichts musikalisch bei dieser Band tut, gelang nicht gerade, auch wenn die Synthie-Harmonien wenigstens für ein bisschen Atmosphäre sorgen.

Textlich ist von dieser EP nicht viel zu erwarten, es ist der zu oft gehörte Alltagsmuff, der noch nicht einmal in seiner lyrischen Wiedergabe in irgendeiner Form kreativ oder innovativ wäre. Nicht wirklich prickelnd. Der Basssound gefällt mir, ist wohl Korn inspiriert, macht aber nichts, denn er hat Groove und geht schön mit der Kick der Drums auf Tuchfühlung. Nö, das ist gut gemacht. Auch die Gitarren, wenn auch nicht gerade strotzend vor Komplexität, sind „ok“, aber leider auch nicht mehr. Ein paar Flagolet Töne, hier ein Effekt, da ein Stakkatoriff….ja, nett, aber nicht beeindruckend. Eben ein gutes Mittelmaß, das zufrieden stellt. Positiv finde ich auch, dass hier weniger mit derzeit modernen Emo, HC oder MC Einflüssen gespielt wird, sondern schon so eine Art NuRock der härteren Gewichtung zu machen. Das gefiel mir und MISS WEDNESDAY haben uach wirklcih gute Ansätze und ich meine zu wissen, wohin sie gehen wollen oder wollten, nur fehlt es einfach an der Umsetzung. Das Problem hat auch der Sänger. Sein Geschrei geht klar, aber sein Gesang ist…. Klingt wie eine Mischung aus Placebo und Wizo und beide mit ner Kehlkopfentzündung. Er hat Ideen, versucht seine Melodie interessant zu halten, aber kann diese Idee klanglich nicht umsetzen, wie in „Newly Wed“, wo der Chorus gute Ansätze hat, aber seine Kopfstimme nocht nicht so sicher ist. „Lipstick“ hat diesen tollen Fear Factory Grummler am Anfang und wird dann vom Gesang schlichtweg dekonstruiert. Das ist schade, ich denke, hier muss noch einiges getan werden. Der Titeltrack zur EP und auch „Need For An End“, in welchem Moni Butz einen Teil des Choruses singt. Der erste Part ist ein sicherer Take, der zweite wirkt etwas disharmonisch. Nun gut, trotzdem sind von sechs Songs nur drei dabei, die mich so ein bisschen packen.
Da ist einfach zu wenig, wenn die Hälfte der Songs nur so „ok“ ist. Zumindest für mich und ich denke, ich bin mit vier Punkten wirklich nett, denn ich erinnere mich immer an meine Versuche damals und es ist einfach noch kein Meister vom Himmel gefallen!



Tracklist
1. How Soon Is NOW!?
2. Lipstick
3. Nedd For An End
4. Violet
5. Newly Wed
6. Killing Caress

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Linc

Autoren Bio

Singer-Songwriter bei "Linc Van Johnson & The Dusters" (Folk´n´Roll) Singer @ Supercharger (DK) Part of the ALLSCHOOLS family since 2006.

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