Plattenkritik

Monochrome - Éclat

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 31.01.2006

Monochrome - Éclat

 

Womit ich am wenigsten gerechnet hatte war ein neues Monochrome Full Lenght. Nachdem es nach der „ferro“ Ep still um die Band wurde, und man sogar den Verlust der Frontfrau zu beklagen hatte, hat man sich scheinbar wieder zusammengerissen und so liefert man mit „Éclat“einen Longplayer in der gewohnten Formation, aber auf anderem Label ab. Überflüssig zu sagen, dass dieser mal wieder ein echtes Sahnestück geworden ist und hierzulande seinesgleichen sucht.

Die 13 neuen Songs erschein also neuerdings auf Sticksister, wobei ich davon ausgehe, dass die Lp Version wieder auf X-Mist oder Trans Solar kommen wird. Wie dem auch sei, ist es Monochrome wieder einmal gelungen ein gekonntes Spagat zwischen Härte und Einfühlvermögen bzw zwischen Melodie und Noise zu schlagen, was man hauptsächlich der Wechselwirkung der sowohl männlichen als auch weiblichen Vocals zu verdanken hat. Die Arrangements sind bis ins kleinste ausgefeilt und ich möchte fast behaupten dass mit „Éclat“ das bislang reifste und glatteste Werk. Man hat das Gefühl dass hier alles stimmt, und der Rundumschlag zwischen Punk, Hardcore und Indierock wirkt so als hätten Monochrome selbigen patentieren lassen. Nach dem ersten Durchlauf konnte ich kaum fassen wie großartig die Platte ist und wie schnell sie sich im Kopf setzt. Einzelne Lieder hervorzuheben wäre sicher möglich aber ich denke man sollte die Platte als Gesamtwerk genießen. Textlich gibt man sich wie immer kryptisch und codiert, aber lässt damit eben viel Spielraum für Selbstinterpretation. Nicht erst seit Kino wissen wir das zu schätzen. Es fällt mir schwe unbefangen und sachlich an diese Sache ranzugehen, aber ich denke, dass mir jeder zustimmen wird wenn ich sage, dass es sich mal wieder um ein Ausnahmewerk einer Ausnahmeband handelt, die jedoch keinen großen Wind um ihre künstlerische Größe macht und ganz einfach nebenbei cool ist. Ohne auf ein Image zu schielen oder sich selber zu hypen. Das geht jetzt seit guten 10 Jahren so als man noch unter dem Namen Dawnbreed agierte. Müsste ich euch die Platte in einem Wort beschreiben würde ich wohl „Wahnsinn“ oder „Kaufen“ brüllen. Für Fans sowieso Pflicht und für alle die Blut geleckt haben die beste Chance einzusteigen!

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Shawn

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