Plattenkritik

Moose Blood - Moving Home

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Release Date: 11.02.2013
Datum Review: 18.02.2013

Moose Blood - Moving Home

 

AMERICAN FOOTBALL, DEATH CAB FOR CUTIE oder JIMMY EAT WORLD. Was wie eine sinnlose Aneinanderreihung von (großartigen) Bands klingt ist eigentlich viel mehr. Alle drei gehören mehr oder weniger zu den einflussreichsten Bands des Emo / Indie Genres und haben damit schon der ein oder anderen Band die Wege geebnet. So auch für die Briten MOOSE BLOOD. Die noch relativ junge Band (gegründet im Sommer letzten Jahres) veröffentlicht im Frühjahr ihre, von oben genannten Bands maßgeblich beeinflusste, erste EP Moving Home.

We’ll listen to American Football, sing along to Never Meant / I’ll introduce you to Clarity, teach you the words to The Sound Of Settling and make you watch High Fidelity - Nein, MOOSE BLOOD machen wahrhaftig keinen Hehl daraus woher sie ihre Einflüsse nehmen. Das ist zwar eigentlich nicht nötig, da man spätestens Evening Coffee die Catchiness eines Songs der Clarity Platte anmerkt, klingt aber natürlich toll ein paar großartige Bands zu nennen bzw. zu zitieren. Man kann nun sicherlich darüber streiten ob es sich hier wirklich um reine Beweihräucherung von Helden oder um stumpfes Namedropping handelt, man weiß aber immerhin, dass man es mit Gleichgesinnten zu tun hat.
So wird auf Moving Home natürlich hauptsächlich die Liebe thematisiert, die immer in Verbindung mit der Musik und einer gehörigen Portion Kitsch gebracht wird So choose your favourite record and I’ll choose mine. We’ll drink coffee till the evening just to pass the time. - Perfekt für Musikliebhaber - Aber auch andere alltägliche Situationen, wie die Begegnung mit dem Tod werden von Sänger Eddy Brewerton besungen I guess we’re not ok from all that time apart from when my father died, I don’t know where to start – how to start to feel ok.
Wem das Ganze nun vielleicht ein wenig zu aufgesetzt oder gezwungen klingt, der sollte sich zumindest mit dem Lied Bukowski befassen. Das letzte Lied der EP gab es bereits im Voraus als Demo zu hören und ist sicherlich das Highlight der noch kurzen Schaffensphase von MOOSE BLOOD. Wer nach You make me feel like Jimmy Dean, you make me feel like Morrissey when you undress from your best dress. To keep warm, I’ll bring a sweater you can have mine, it looks better and honestly, you can take it home immer noch nicht mitsingt und sich über das weitere Namedropping aufregt, der sollte nun aufhören zu lesen und weiter in seiner alten Welt leben. Alle anderen werden mit Moving Home bereits jetzt ein kleines Jahreshighlight zu hören bekommen.

Um es mit den Worten von MOOSE BLOOD zu sagen: Emo is a gang.

Tracklist:
01 - My Own Boat
02 - Evening Coffee
03 - Drive
04 - Carbis Bay
05 - Moving Home
06 - Bukowski

Alte Kommentare

von Anonymous 19.02.2013 21:09

Kann mit der Richtung / Band nichts anfangen aber irgendwie erinnerte mich das Cover an Jackson Browne's "Late for the Sky". Just saying.

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Fabian

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