Plattenkritik

Morning Again - As Tradition Dies Slowly

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 30.06.1998
Datum Review: 05.12.2009

Morning Again - As Tradition Dies Slowly

 

Die aus Fort Lauderdale stammenden MORNING AGAIN waren nur zwischen 1995 und 1999 aktiv. Dennoch haben sie es in der kurzen Zeit geschafft, ein Genre zu gründen und mit ihren Veröffentlichungen zu prägen. Denn die von Gitarrist John Wylie 1995 gegründete Band (MORNING AGAIN verstanden sich als Straight Edge und vermittelten diese Einstellung durch permanentes touren) gilt als Vorreiter des Metalcore, da sie mit als erste Hardcore mit Metal Riffs kreuzten und diese Verbindung in eine eigenständige Richtung schoben. Welches Output auch besprochen wird, herausragend waren die damals unter New School Hardcore geführten Tracks alle. „As Tradition Dies Slowly“ ist das letzte (und einzige) Fulllength der Band und bekanntlich ist es Zeit aufzuhören, wenn es am schönsten ist. Übrig aus der Anfangszeit war nur noch der oben angesprochene John Wylie, leider ist die Band trotz ihres nur kurzen Bestehens immer wieder durch interne Bandstreitigkeiten gezeichnet gewesen. Dennoch ist „As Tradition Dies Slowly“ ein mit Herzblut eingespieltes Manifest von überzeugten Musikern, die ohne Schminke ihre Überzeugungen über die Band transportierten, die einfach ohne wenn und aber ihr Ding durchzogen. Auffällig und originell waren die harmonischen Gitarren, die immer wieder zwischen den ansonsten sehr aggressiven, im Midtempo gehaltenen und mit brutalen Vocals geführten Material aufbegehrten. Einzigartig ist auch der langlebige Anstrich der Songs, die auch heute noch genauso heiß genossen werden können wie vor über zehn Jahren. Mehr noch: Morning Again haben mit ihrer visionären Kreuzung Hardcore / Metal der Szene neue Impulse gegeben und waren ihrer Zeit weit voraus.

Tracklist:
01. Stones
02. Seasons
03. Murder You Call War
04. As Tradition Dies Slowly
05. Uncivil Hands
06. Dictation Of Beauty
07. Free To Decide
08. Martyr
09. Words Of A Chosen Few
10. Rights Of Passage

Alte Kommentare

von jsr 05.12.2009 22:57

Ich empfand die "Tradition" eigentlich immer als schwächstes Morning Again-Release. Sie ist nicht schlecht, aber die Songs ähneln sich zu sehr und für meinen Geschmack ging sie stärker Richtung Metal, was mir nicht so gefiel. "The Cleanest War" war eindeutig DAS Meisterwerk der Band. Und ja, sie waren ihrer Zeit wirklich voraus. Dürften so eine der ersten Bands gewesen sein, die HC, Metal und catchy Melodien miteinander verbunden haben.

von xRISEx 05.12.2009 23:35

Definitiv große Band und avantgardistisches Album. Allerdings gefällt mir nach wie vor die Hand Of Hope EP besser. Dabei könnt ich nicht mal wirklich sagen weshalb ich sie der LP vorziehe...

von Alex G. 06.12.2009 03:00

Clement, du sprichts mir mit dem Review aus der Seele. Absolut grandiose Band und eine Riesenscheibe!

von loki 06.12.2009 09:36

super album. danke dafür!

von Dario 07.12.2009 09:01

Die Hand Of Hope EP war wirklich einen Zacken besser, aber As Tradition Dies Slowly ist dennoch ein Meileinstein im HC-Genre.

von Shit 07.12.2009 09:32

Morning Again haben wirklich viel Vorarbeit geleistet und ich finde sowohl die Hand Of Hope, als auch die As Tradition Dies Slowly zwei Meilensteine. Ich schließe mich xRISEx an, dass ich nicht sagen könnte, welche Platte ich vorziehen würde...

von Tobe 07.12.2009 10:53

geht mir genauso. ich weiss noch wie ich die scheibe damals zufällig im örtlichen (normalerweise eher mainstream orientierten) plattenladen gekauft habe, das warn noch zeiten ;)

von Sascha // Allschools 08.12.2009 11:19

Die "Hand Of Hope" fand ich überragend, allerdings hat damals ja noch Damien (Culture/As Freinds Rust/etc.) bei denen gesungen. Seinen Nachfolger fand ich nicht so dolle, weshalb ich "As Tradition..." ausgelassen habe. ABER: ich werde da noch mal reinhören!

von Maikel 13.12.2009 21:45

Morming rules

von Geschmaxpolizei 13.12.2009 23:18

Ja diese und die EP waren bahnbrechend. Erinnere mich noch an ein Superkozert im Sojus in Monheim.

von Arndt 30.12.2009 14:15

jopp, ganz groß... hatte mir von dem review aber noch n bisschen mehr erhofft

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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