Plattenkritik

Mostly Autumn - Go Well, Diamond Heart

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Release Date: 01.11.2010
Datum Review: 18.10.2010

Mostly Autumn - Go Well, Diamond Heart

 

Ich muss leider gestehen, dass ich bis zu dem Zeitpunkt, als mir das neue Album „Go Well, Diamond Heart“ ins Haus geflattert kam, noch nie etwas von der Band MOSTLY AUTUMN gehört habe. Entsprechend überrascht war ich, als sich bei meiner Recherche zu den Briten herausstellte, dass sie seit 1998 bereits an die zwanzig Alben, darunter jedoch auch einige Livealben, veröffentlicht haben. Na dann werden wir unseren persönlichen Horizont doch mal etwas erweitern. Ich lege also besagtes Werk in den Player und warte gespannt.

So beginnen nun ruhige atmosphärische Klänge mit stark keltischem Einfluss, die unweigerlich an einen Enya-Song erinnern und in meinem Kopf sofort Bilder von Frodo und seinen Gefährten hervorrufen, die durch nebelverhangene Wälder wandern. Doch beim Einsetzen des Gesangs verziehen sich diese schnell zurück ins Auenland und ich erwache aus meinen Gedanken, geht es doch nun schon etwas beschwingter zu und erinnert in keinster Weise mehr an Enya. Das Gesangsduo aus Bryan Josh und Olivia Sparnenn bettet ihre Texte nämlich in progressiven Rock mit starken Folk-Einflüssen. Dabei stehen vor allem die sanften und klaren Stimmen der Sänger, die absolut zu überzeugen wissen, und die eingängigen Melodien im Vordergrund. So entstehen eine Reihe von Songs, die durch sanfte und bewegende Melodien und jede Menge Abwechslung, vor allem durch ständigen Sängerwechsel, gefallen. Größtenteils bewegt man sich in eher ruhigeren Gefilden, wobei es auch Ausnahmen gibt. So wie der Track „Deep In Borrowdale“, der etwas rockiger daher kommt und durch einige nette Gitarrenriffs punkten kann. Passend zu diesem Song gibt es hier überwiegend die Vocals von Bryan Josh zu hören. Jedoch versprüht man durchgehend eine eher melancholische und atmosphärische Stimmung, wie sie im Bereich der keltischen Musik nicht gerade selten vorkommt.
„Go Well, Diamond Heart“ entpuppt sich mir also als angenehmer Hörgenuss, der mich jedoch nicht voll vom Hocker hauen kann. Leider ist dieses Konzept nicht gerade neu und persönlich bin ich kein großer Fan keltischer Musik. So bewegt sich dieses Werk für mich im oberen Mittelmaß. Doch haben MOSTLY AUTUMN eine große Fangemeinde, die mit diesem Album wohl gut bedient sein sollte.



Tracklist:
01. For All We Shared
02. Violet Skies
03. Deep In Borrowdale
04. Something Better
05. Go Well, Diamond Heart
06. Back To Life
07. Hold The Sun
08. And When The War Is Over...

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Wencke

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