Plattenkritik

Municipal Waste - Massive Aggressive

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Release Date: 25.08.2009
Datum Review: 12.08.2009

Municipal Waste - Massive Aggressive

 

MUNICIPAL WASTE sind eine typische "kennst du einen, kennst du alle" Band. 2000 gegründet, wirft das Quartett aus Richmond, Virginia, seit 2003 jedes zweite Jahr ein Album auf den Markt, so dass "Massive Aggressive" bereits den vierten Existenznachweis darstellt. Die Amis können sich rühmen, als eine der ersten Bands auf den Thrash Revival Zug aufgesprungen zu sein, vielleicht haben sie ihn auch mit ihrer 2001 erschienenen, selbstbetitelten EP (oder mit ihrem grandiosen "Waste 'em All" Debüt) angestoßen. MUNICIPAL WASTE entfachen nach wie vor einen Zauber des ursprünglichen, noch in den Kinderschuhen steckenden Thrash Metals, so wie damals Anfang der 80er mischen sie diesem ordentlich punkige und Hardcore entlehnte Rhythmen zu. Der gern als Crossover Thrash bezeichnete, Bier und Party (vor allem die Lyrics entfachen bei aller tiefsitzenden Ernsthaftigkeit Spaß in den Backen) nicht verschmähende Dreizehnteiler "Massive Aggressive" unterscheidet sich nur marginal von den Vorgängern. Auffällig sind u. a. gleich zu Beginn kurz eingestreute doppelläufige Gitarrenleads, die eigentlich so im Sound überhaupt nichts zu suchen haben und in den ersten Sekunden für Verwirrung sorgen. Da aber auch IRON MAIDEN Anfang der 80er bereits mit Songs unterwegs waren, sei MUNICIPAL WASTE das Ein-streuen dieser Technik verziehen. Aber diese kleine Veränderung kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass leichte Abnutzungserscheinungen im Sound der Band zu finden sind. Trotz der nach wie vor hohen Geschwindigkeit kann nicht die Energie der Vorgängeralben entfacht werden, vielleicht liegt es an der etwas drucklosen Produktion, vielleicht an den eindimensionalen Shouts. Vielleicht aber auch daran, dass jeder im Leben einen Container leersäuft und MUNICIPAL WASTE ihren plattgemacht haben.

Tracklist:
01. Masked By Delirium
02. Mech-Cannibal
03. Divine Blasphemer
04. Massive Aggressive
05. Wolves of Chernobyl
06. Relentless Threat
07. The Wrath of The Severed Head
08. Upside Down Church
09. Shredded Offering
10. Media Skeptic
11. Horny For Blood
12. Wrong Answer
13. Acid Sentence

Alte Kommentare

von Sascha // Allschools 12.08.2009 12:37

Geiles Album! Geht im Vergleich zu den Vorgängern noch einen Tick mehr in Richtung frühe SUICIDAL, was ich aber extrem zu schätzen weiß. Und live sind die eh die Bombe!

von chris 13.08.2009 18:31

ich glaube ich werds mir nicht mehr kaufen. die hazardous mutation is der oberhammer, die "partying" hab ich zwar, aber irgendwie kaum gehört weil da einfach nix mehr passiert, irgendwie is da die luft raus. live natürlich trotzdem groß: "the next song's about jesus christ himself. it's called: the trashing of the christ".

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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